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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-04-01 · 4 (April 1845) · p. Seite 158

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
4 (April 1845)
Date
1845-04-01
Page
Seite 158 (sequence 40)
Language
German
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158 Allgemeine theologische Bibliographie. Werke angeregt werden mögen. Namentlich ist die berühmte Streitsache wegen des Sendschreibens „Worte des Friedens und der Wahrheit" ausführlich und unparteiisch behandelt. Nur hätten wir einen gedrungener» Stil gewünscht, der weniger Ln Schwulst ausartet. Man bemerkt zu sehr, daß der Vers, meist nach hebräischen Quellen arbeitete und den orientalischen Redeschwung noch nicht ganz zu bemekstern versteht. Doch ist z. B. S. 6? die Charakterisirung des y* (W.'s Comm. zu den Sprüchen der Väter) anziehend, ebenso S. 105 die Übersetzung einiger Stellen aus obenerwähntem Sendschreiben. Interessant sind die Uebersetzungen der Approbationen zweier damals berühmten Rabbinen (R. Ezechiel Landau in Prag und R. David Tebel in Lissa) zu den Schriften W.'s; sie geben einen tiefen Einblick in die Denkweise jener Zeit. Die größeren Rabbinen, welche es aufrichtig meinten, waren der zwecklosen und verderblichen Streitigkeiten zwischen Rabbaniten und Kabbalisten müde; freudig begrüßten sie daher anfänglich die Bestrebungen Wessely's und selbst Mendelssohn's, das Innere des Judenthums nach einer anderen Seite hin auszubilden. Daß ein so gewaltiger Umschwung daraus hervorgehen werde, hatten sie nicht erwartet, weil sie ihre Zeit nicht kannten. Da verzweifelten sie an der Zukunft und suchten durch Anatheme sich Luft-zu verschaffen. Folgende kleine Ausstellungen hätten wir noch an dem Büchlein zu wachen. S. 33 wird gesagt, W. habe „die Weisheit Salomo's" nach M. Luther's Uebersetzung gearbeitet. Im „Sammler" Jg. 5569 S. 237 heißt es dagegen, daß W. dieses Werk aus dem Französisch en übersetzt habe, welches auch bei dem Bildungsgänge W.'s wahrscheinlicher ist. — S. 70 Anm. wäre noch S. I. Fränkel's hebräische Uebersetzung der Apokryphen zu erwähnen gewesen. — S. 75 bedurfte es wohl keines einzelnen Beweises für die strenge Religiosität W.'s, da ja sein ganzes Leben durch und durch religiös war, wie dieses auch aus der ganzen Charakterschilderung ohnedieß klar hervorleuchtet. — S. 90 ist die umständliche Beschreibung der Bedrückungen gegen die Juden vor den Zeiten Joseph II.. eben so wenig an ihrem Orte, wie S. 113 u. 114 die Mosaik aus Steinheim's Schrift und S. 119 die wörtliche Uebersetzung aus dem Hebräischen. — S. 166 ist nachzutragen, daß der sechste Theil der „Preisgesange" (Moseide) allerdings bereits 1829 in M. I. Landau's Verlage zu Prag gedruckt erschienen ist. Auch wäre das undeutsche Witzwörtchen daselbst hinwegzuwünschen. — S. 167 heißt es, „ein Unbekannter habe den dritten und vierten Gesang der Moseide übersetzt." Nach W.'s eigenem Ausdrucke (Vorrede zur Moseide S. VI) „ein junger Mensch, der in der deutschen Sprache schon etwas gearbeitet"; nach einer Mittheilung im „Sammler" a. a.O. S. 268 wäre dieß ein Sohn des Verewigten gewesen. — S. 169 soll es wohl heißen 1804 statt 1805, und S. 176. 22. (nicht 2) Adar schenk. — Noch ist zu bemerken, daß dhHer-

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