Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 4 (April 1845)
- Date
- 1845-04-01
- Page
- Seite 156 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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156 Allgemeine theologische Bibliographie. smici mei cura emendatum accepi (was ist hier Objekt? notas oder ernendaturn nämlich texturn), qui nunc Buxtorfii editionem habet, quam quondam possidebat Hottingerus et cum textu arabico comparaverat, in qua multa reperiuntur tum ä Judaeis (?) tum a Christianis deleta.“ Allein mit lächerlicher Wörtlichkeit ist wiederum die Uebersetzung abgeschrieben, und auf den 14 Seiten sind vier Lesarten angegeben. Dasselbe Erperiment ist nun mit dem Sepher Jezira gemacht, dessen Commentar und Uebersetzung durch Rittangel von p. 162 an abgeschrieben ist. Dann kommt 3bn. Esra's Gedicht über das Schach mit der Hyde'schen Uebersetzung, und endlich die 30. Makame des Charisi, dessen lateinische Uebersetzung er aus einem seltenen Büchlein abschrieb, das stch unter folgendem Titel auch auf der hiesigen Bibliothek besindet: „R. Jeliudae f. Salomonis, vulgo dicti Charizi Eloquent. Hebr. principis primus et tricesimus consessus (Soröe beklagt sich über Druckfehler darin und hat concessus, p. 192.) de latrone transfigurato nuper e Codice Manuscripto latine conversus. Accedunt versiculi ex quinquagesimo ejusdem consessu excerpti. Londini 1773. 4." das auch der Bearbeiter des Artikels im neuen Brockhaustschen Conversationslerikon (p. 358.) nicht hat, wo man unter Chavisi suchen muß. Ohne lateinische Uebersetzung erscheint ein Stück aus Bechinat Olam, 13 Epigramme, die Dukes im Moses b. Esra hat, ein Epitaphion und eiw Stück „ia praefatione, laudem eloquentiae libro fttärta autore S. Loewisohn“ Selig Cassel. Leben und Wirken Naphtali Hartwig Wessely's. Eine biographische Darstellung von Wolf Aloys Meifel, Candidat(en) der jüdischen Theologie. Breslau 1841. Druck und Verlagvon M. Friedlander, kl. 8. VIII und 176 S. (Mit dem Bildnisse N. H. Wessely's.) In unserer an Erzeugung großer, mit selbstständiger Schöpferkraft begabter Geister so armen Zeit sollte es mindestens eine Hauptaufgabe der belehrenden Schriftsteller sein, die Erinnerung an größere Zeiten und größere Männer aufs Neue zu wecken und zu beleben. Leider ist dieß aber selten der Fall, mindestens im Bereiche des Judenthums. Die archäologischen und literarhistorischen Bestrebungen, frühere Zustände und Richtungen zu erforschen und ans Licht zu stellen, so schätzenswerth sie an fich find, zählen wir nicht hierher. Diese Arbeiten find meist nur für Kennerdas Volk, auch die gebildetsten Elasten desselben, interefsirt sich wenig dafür. Derartige Untersuchungen können auch, da sie nothwendig kritischer Natur find, nicht so ins Fleisch und Blut der Geschichte dringen und den darzustellenden Heros nicht ganz individualisiren, daß alles Volk ihn, so zu sa-