Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 4 (April 1845)
- Date
- 1845-04-01
- Page
- Seite 154 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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154 Allgemeine theologische Bibliographie. Das geographische Stück ist aus der bmima rra« von bn-OK wo natürlich die Uebersetzung von Hyde abgeschrieben ist. In der Einleitung wird gesagt, daß nicht keritsol, sondern karasol richtig sei (p. 18.), allein schon aus Wolf (bibl. hebr. I. 89.), obschon dieser selbst noch Peritzol schreibt (cf. II. 1072. etc.), hätte er dies verbessern können, und daß Farissol sich selbst so geschrieben, bezeugte schon langst de Rosstaus einem Autographen**). Nachdem nun Verga und Farissol Geschichte und Geographie der Juden vertreten, giebt er bei dem Specimen aus dem ->1N2 des Elia Levita die Uebersetzung Münster's, und eine unwissenschaftliche, auf de Rosst (vir. stör. Grammatik sSchudt, jüd. Merkwürd. I. 131. cf. 141. folgt dem Titelwortspiele, wenn er ihn Kalomo den 8chefet nennt; Immanuel Aboab (Komologia. p. 272.) nennt ihn Jehuda Aben bergue. Diese Schreibart muß denn durch die Aussprache des b erklärt werden, das an v so nahe granzt, daß vor 1815 ungefähr, in welchem Jahre die span. Akad. der Wissensch. in der ortogr. dela lengua casteliana die Verschiedenheit beider Schreibweisen feststeltte, fortwährend Verwechslungen vorkamen. Das u ist wegen des e eingeschoben. Sonst ist Aboab gerade nicht sehr fest in seiner Schreibart; es steht p. 272. Guedaliah Yahia, und p- 301. Ahia; p. 272. Zaphuto, und p. 296. 300. Z acuto etc.], in der das latein. virga zu verga geworden ist. Es ist wohl kein Zweifel, daß, da fast alle romanischen Sprachen das e angenommen (portug. verga, sranz. verge, ital. verga, auch englisch verge, nur walachisch heißt es varga), auch in lateinischer Volkssprache ein verga eristirte, so gut wie für Virgilius ein Vergilius, welches letztere größtentheils in die roman. Sprachen überging (die Literatur des Streites über beide Namen cf. fcetFabricius bibl. Iatina. ed. Ernetsi. I. 305. Suidas sub Ovsqytllcog und Molulas BsQyiXlcos. cf. Harless, Notitia script. lat. et alior. II. p. 269.); wie überhaupt das virga, das von virere, blühen, kommt, mit vir, Mann, und offenbar mit ver, Frühling verwandt ist. Jntertereffant ist, daß das Diminutiv virguie, span, und portug. virguia, ital. virgola, das i behalten hat. **) Cf. Cod. Rossi 145. (I. p. 96. „le scrivant Farissol.“) cf. Cod. Rossi 48. (I. p. 24.) Cod. 79. (1. 41.) Cod. 201. (1.129.) Cod. 300. (1.165.) cf. Dizion. stör. I. 117. Hamberger p. 104. hat eigenmächtig Farissol in Farisol verändert; cf. Bibi. Jud. Antichrist, p. 31., wo er noch Frissol schreibt (wie Menaffe b. Israel, der Frisol hat) zur-Jsral. Vorrede p. 6. Text p. 5. 66. etc. Aus der span. Smyrnaer Edition bezeugt das de Rossi Cod. 145. u. Mauroy, der Phrysol schrieb, cf. Wolf. III. 55. u. aus ihm de Rossi Cod. 145. cf. Josi. VIH. 199. Zunz bei Asher Benj. II. 269. Im Esame delle riflession. theol. crit. contra il libro della vana aspett. d. Ebrei del loro Rd Messia. Parma 1775. p. 23. schreibt de Rosst so gut wie Zunz in der Zeitschrift 131. u. Beelen (Chrestom. Rabbin. Lovan. 1841. T. 2. p. 158. not. 2.) Peritsol. Zedner (Auswahl, p. 160.) folgt der hebr. Schreibweise und giebt Farizoi, also L durch z wieder. Einmal schrieb de Rosst auch so (Cod. 475. t. 2. p. 55. Faritzol). Der Name hat die span. Aussprache, wo z den Laut des scharfen s wiedergiebt, ein Umstand, der z und ss oft, wie in Saragossa und Zaragoza, verwechseln ließ. Nachdem die neue Orthographie festgesetzt hat, daß vor a, o, u ein z gestellt werden muß, müßte der R. Abraham fich heute Farizol schreiben (Franpeson, span. Gramm. 17.).