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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-04-01 · 4 (April 1845) · p. Seite 152

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
4 (April 1845)
Date
1845-04-01
Page
Seite 152 (sequence 34)
Language
German
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152 Bericht über Synagoge und Schule. aus der Gemeindecasse 500 Thlr. jährlich an arme und kranke Durchreisende gespendet, während sie jetzt kaum 150 Thlr. dazu verausgabt. — Mit dem leichtesten Theile unserer Arbeit, mit dem Tadeln, wären wir zu Ende; das Schwierigste und Hauptsächlichste, anzngeben, wie diesen Mängeln abzuhelfen, wie diese Schwierigkeiten zu beseitigen und Neues dafür zu schaffen sei, bleibt uns noch übrig. Da gestehen wir denn gern unsere Schwache ein, daß wir uns weder anmaßen können, noch wollen, die einzigen und wirksamsten Mittel gefunden zu haben. Schlechtes einsehen kann mit unbefangenem Auge jeder denkende Mensch, zum Verbessern aber, namentlich wenn das Uebel durch jahrelangen Bestand tiefe Wurzel geschlagen, reicht der Verstand und die Kraft des einzelnen Menschen nicht aus. Aber wenn Jeder das Seinige thut, Jeder, dem es Ernst ist mit der heiligen Sache, sein Fünkchen Verstand, seinen Theil Kraft, sein Häuflein Mittel hinzutragt, kann es und wird es zur Hellen, leuchtenden Flamme, zur wirksamen Thätigkeit, zum dauernden Fundamente werden, und so bringen auch wir, was wir haben, unsere schwachen Ideen. Mögen hellere Köpfe das Nützliche daraus entnehmen und einen ausführlichen und bessern Plan darnach entwerfen. ' (Schluß folgt.) Allgemeine theologische Bibliographie. Chrestom athia Rabbinica sive libri quatuor complectentes Analecta e rerum scriptoribus, cosmo grap his, Grammaticis, exegetis, philosophis, Cabbalistis et poetis partim e codicibus sumta cum versione latina et vitis scriptorum, auctore Dr. C. J. Corve. Pars prima. Berolini. sumpt. Gust. Bethge. 1644. 8. Aus Historikern, Geographen, Grammatikern, Eregeten, Philosophen, Kabbalisten und Dichtern hat Herr Corve eine Auswahl von Stellen getroffen, sie, wie der Titel besagt, mit lateinischer Uebersetzung versehen, und durch literarische Einleitung eingeführt; er glaubt somit etwas Bedeutendes gethan zu haben, namentlich da eine ähnliche, den ganzen Umfang der rabbinischen Literatur umschließende Chrestomathie noch nicht eristire. Welche Idee ihn bei der Auswahl geleitet, gibt er nicht an, läßt sich auch schwer errathen; daß ich eine gefunden habe, hat mich mehr gewundert als belohnt. Man täuscht sich nämlich, wenn man glaubt, es hätte dem Verf. gefallen, nur solche Stellen auszuwählen, die weniger bekannt, weniger edirt, in Anthologien noch nicht enthalten wären, oder solche, die nur von epochemachender Bedeutung auf Geschichte und Literatur des Judenthums wären, oder solche, die ihm der Zufall in die Hände geführt hätte; der Zufall spielt freilich seine einseitige Rolle dabei, da er solche auswählte, die zufällig eine lateinische Uebersetzung hatten und ihm gerade zu Gebote standen. Der Verf.

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