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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-04-01 · 4 (April 1845) · p. Seite 125

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
4 (April 1845)
Date
1845-04-01
Page
Seite 125 (sequence 7)
Language
German
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Der Sabbat. 125 n-'-a n-o, die sehr oft tu der Bibel zur Bezeichnung dieses Begriffes vorkommt. -Aber durch die Redensart m-a npn will die heilige Schrift immer ein Halten des Bundes, d. i. ein Erfüllen dessen, was durch einen schon früher eingegangenen Bund - zugesichert war, ausdrücken, und man wird keinen Text auffinden können, in welchem diese Redensart, um die Errichtung eines neuen Bundes zu bezeichnen, gebraucht wäre. Wenn also Gott dem Noah sagt: Ich werde alles Fleisch durch eine Flut vertilgen, in Bezug auf dich aber nur •>ma‘'p!ri “px im'-a, so bedeutet dieß nicht: Ich will einen Bund mit dir errichten, wie Zunz und Philippson übersetzen, sondern: Ich will meinen mit der ganzen Schöpfung schon errichteten Bund an dir halten, vollstrecken, zur Erfüllung bringen. Es handelt sich hier nämlich eben um jenes gleich nach Erschaffung der Welt zwischen Gott und Mensch zu Stande gekommene Bündniß, welches durch die Einsetzung des Sabbats versinnlicht wurde, und welches jetzt durch die bevorstehende allgemeine Sündflut beinahe gänzlich zerstört und vernichtet werden würde; daher war es nöthig,demNoah hierüber die beruhigende Zusicherung zu geben, daß jener Bund , ob ihm gleich das damalige Geschlecht zuwidergehandelt hatte, noch ferner an ihm und an seinen Nachkommen aufrecht erhalten werden wird. Einen unwiderleglichen Beweis für die Richtigkeit dieser Auffassung liefert die ausführliche Stelle (I.B.M. 9. 8.—18.), woselbst Gott nach der. Sündflut nicht allein mit Noah, sondern auch sogar mit der Thierwelt seinen Bund erneuert, und gleich darauf ausdrücklich sagt, der Endzweck dieses Bundes sei die fernere Erhaltung jedes Fleisches, so daß es nicht mehr durch eine Flut vertilgt werden sollte. Vergebens würde man sich bemühen, die Existenz eines Bundes zwischen Gott einerseits, und Vieh, Vögeln und wilden Thieren andererseits zu erweisen, und den Grund auszumitteln, warum ein solcher Bund erst zu Noah's Zeit, und nicht früher stattfinden sollte, wenn man nicht zu jenem ursprünglichen Verhältnisse seine Zuflucht nimmt, welches gleich beim Anbeginn der Welt zwischen Schöpfer und Schöpfung überhaupt festgesetzt wurde. Nur dadurch erhält die Stelle eine genügende Erklärung. Nicht von der Gründung eines neuen Bundes handelt es sich hier, was jeder Motivirung ermangeln würde, sondern vom gegebenen Versprechen, den alten Bund, dessen Gültigkeit durch die Sündflut gleichsam gefährdet wurde, zur Erfüllung bringen zu wollen. Darum heißt dieser Bund hier, V. 16., t*© rvns, ein seit uralten Zeiten gestifteter Bund, wobei man auf die Wurzel verborgen sein, Acht zu nehmen hat, nach welcher nicht nur die unbegrenzte Zukunft, sondern auch die graue Vorzeit, weil beide verborgen sinds mit dem Worte dV© benannt sind. Daß unsere Stelle

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