Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 3 (März 1845)
- Date
- 1845-03-01
- Page
- Seite 116 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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Recenfionen. 116 nur die verpönten jüdischen Ceremonien vor den Augen der Muhammedaner zu verheimlichen suchten, keineswegs aber die muhammedanischen ausübten, Ln der Moskee beteten n. dergl.! — Gehen wir zu den von Munk hier angebrachten Details über: El Kisti berichtet, daß Maimonides gegen sein Lebensende (?) von einem muhammedanischen Theologen, Ab ul Arab Ben Moischa (?) 22) aus Spanien, angeklagt worden sei, früher den Islam öffentlich bekannt zu haben. Darauf bezieht Munk (wie Carmoly!) die Worte eines unzarten Briefes Maim. an R. Jefeth (der aber nicht sehr lange nach R. Maimon's Tode geschrieben sein kann!) 23): (vergl. auch oben p. 23 über die bürm* Wenn sich nicht die jüdischen Feinde Maimonides' dieses Mittels bedienten, so erklärt dieß Munk (wie Carmoly S. 32!) aus der gleichen Schuld! — Der gelegentlich berührte Aufenthalt der Familie R. Maimon's auf der Flucht von Cordova über den Norden Afrika's in FeZ (1159 (1160) — 1165) und Jerusalem ist schon von Rappoport, Zunz und Geiger (Zeitschr.il. S. 514, 564, 565) nachgewieftn. Maimonides' Commentar zum Traktat Rosch ha-schana, den schon Asulai hiefür citirt (s. a. a. O. S. 565, Munk, Ann. 1841 S. 94) hat MuEaus Egypten mitgebracht, und es ist gewiß der Wunsch aller jüdischen Gelehrten, dieses Werk naher zu kennen. Möchte sich doch Gelegenheit dazu finden! — Den Zustand der in Maghreb zurückgebliebenen Juden vergleicht Munk (p. 39) mit dem der Marannen, und theilt hierüber ein interessantes Stück aus Temimi's Geschichte von Maghreb (geschr. 1224) mit (p. 39—42), worin es unter Andern heißt, daß Abu Jussuf el Manßur, die Aufrichtigkeit des von den Juden angenommenen Islam bezweifelnd, ihnen besondere Kleidung anbefohlen, daß es seit der Herrschaft der Almohaden^) im ganzen muselmännischen Maghreb weder Kirche noch Shna- 22) Ben M usa bei Carmoly a. a. O. S. 233. Der Name scheint fast auf einen jüdischen Renegaten hinzuweisen. Einen Abul Arab Jussuf Ben Muhammed erwähnt Jbn Abi Oseiba (bei Wüstenf., S. 139, No. 38). > 23) S. Annalen 1840, S. 97. (Zunz Blnj. v. Tud., 11. p. 77, No. 152). Der Gegenstand bedarf noch der Untersuchung. 24) Ueber die jüdische Benennung des Ben Tumart war auf Carmoly (Annalen 184V, S. 304) zu verweisen. Munk scheint aber seine eigenen Worte 8 Seiten spater zu vergessen! Wir lesen (p. 50, No. 1.), daß die Almohaden: Qi'TTOh les rebelles (!) du pays des Philistins heißen, wozu bemerkt wird, daß die Berbern bei den Juden Philister heißen. Die Verweisung auf Munk's „Palästina" im Univers pittoresque bin ich nicht im Stande nachzuschlagen: doch ist mir erinnerlich, daß nach altarabischer Sage die Berbern — von Josua vertriebene Kanaaniter find. Nach dem Art. Marokko im Orient 1844, Ro. 39., nennen die Karaer in der Berberei sich selbst (?) Philister! Vergl. noch Chenier, Geschichte und Staatsverf. von Marokko und Fez/deutsch. Leipz. 1788, S. 95, unten (die von Josua abstam-