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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-03-01 · 3 (März 1845) · p. Seite 115

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
3 (März 1845)
Date
1845-03-01
Page
Seite 115 (sequence 37)
Language
German
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Reeenstone». 115 npab ‘-pntöia Spricht man so von einem Scheinmuhammedaner?! — Gegen das Gewicht der Aussage el Kisti's haben wir zu bemerken, daß ein Mann, der solche fabulöse Dinge, wie die oben angeführten von dem »tarnt* lichen Kinde und dem Traumgesichte, erzählt, gerade nicht das beste Vorurtheil für seine historische Kritik einflößt, auch haben wir ja selbst bei Munk nur die spatere auszügliche Umarbeitung ZuzenL's vor uns, und auch da sagen die betreffenden Worte, wie bemerkt, nicht ganz das aus, was Munk behauptet (s. weiter unten). Es scheint aber der sonst nüchterne und kritische Munk den Wesir el Kifti für unfehlbar zu halten. Das Verhältniß desselben zu Josef veranlaßt Munk, noch weiter zu gehen, und, auf die Aussage des Wesirs hin, etwas anzunehmen, was er bei dem früher nicht so bekannten Autor der ,philo*." selbst für Fabel hielt, nemlich, daß auch Maimonides, wie viele Juden des Maghreb, als Scheinmuhammedaner erzogen sei! (Bekanntlich hat Munk hierin rühmliche Vorgänger an P. Beer und dem berüchtigten Dr. Carmoky, s. Annalen 1839 bes. S. 226, vergl. mit Not. p. 42!). — Eine vollständige und genügende Erörterung dieser mindestens leichtsinnigen Anschwärzung unseres „zweiten Moses" und vieler Glaubensgenossen überstiege die Gränze dieser Rec.; auch hat bereits Leb recht (Mag. f. d. Lit. des Auslandes No. 62., — wie ich aus den, von Hrn. Rab. Rappoport gütigst mitgethMen, Ercerpten erfthe) für die im Grabe Verleumdeten das Wort genommen. Dennoch dürfte eine feierliche Protestation auch von unserer Seite noch durch einige Gründe zu unterstützen, nicht überflüssig sein. Wir heben 3 wesentliche Momente hervor: 1) Maimonides' rigoröse Ansicht über eine etwaige reservatio mentalis hebt schon Dernburg (S. 121—l21) gegen P. Beer hervor. Wenn Munk das Unrecht durch MinderjähriKeit zu wildern sucht (p. 47), so wird es hiemit nur auf den Vater übertragen, und niemals wird ein Mann, der auch nur aus höchstem Zwange und minderjährig eine Religion zum Schein bekannt, sich später gegen ihre wesentliche Grundlagen (Dernburg a. a. O.) und gegen solches Amphibien-Leben in der Religion so rigoros aussprechen und dennoch von sich sagen: *p "»rfesm (p. 38)! 2) Gegen die Autorität der arabischen Schriftsteller ist zu beachten, wie sie sich über Maimonides' medizinische Schriststellerei und Praris aussprechen. Wie wird es nun erst mit der kritischen und historischen Treue dieser Männer cmssehm, wenn es sich um ihre Religion handelt?! — 3) Ist der Zustand der unterdrückte Juden, wie sich chn Munk denkt (s. weiter unten), höchst unwahrscheinlich, und mindestens von Maimonides und seinem Schüler anzunehmen, daß sie 21) Auszüge ans.einer Handschrift des LVN w*n.p gibt Carmoly (Annalen 1839, S. 309, 332; 1840, S. 32, -44), dem .wir nicht trauen. Der Trestbrief des R, Maimon aus Fes (p. 38) wird von Zunz (Geig., Zlschr. 11., 564) als „zweifelhaft" bezeichnet?

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