Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 3 (März 1845)
- Date
- 1845-03-01
- Page
- Seite 114 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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114 RecensionkN. Carmoly's Annahme (Annalen 1840, S. 233) als habe Josef sie geheirathel, auch ohne die Warnung Munk's (p. 68, Ro.1.) wenig Beifall fände. Zn der Anm. 2. ist vielleicht so zu emendiren, daß es heißt: „Wenn Jbn el Moschst u.f.w., so gib ihr ihn zum Gemahl" (der folgende, sonderbar eirrgeschobene, Gruß wird jedenfalls besser auf die Freundin bezogen — für l. Krti'np*’), dann wäre Jbn el Moschat, der Sohn des R. Jofia ha-cohen, der Verlobte dieser Freundin, die ausgesprochenen Wünsche für dieselbe paßten sehr gut, und auch das „**W' — Auch muß für amVi, mVi „sein Kind" gelesen werden, nämlich Abul Ridha, der Sohn des Scheikh Abnll maali. Letzterer, der Sekretär der Mutter Malik el Afdhal's, war mit Mann, doppelt verschwägert, wie Munk aus el Kifti nachweist. — Charakteristisch ist der Schluß dieses Briefes: „Obwohl unsere Alten (Mid. 70b.) verbieten, eine Frau zu grüßen, so darf man doch Wünsche an sie richten u. s. w. — Wir kommen nun zu einer Partie der Notice (p* 35 — 52), die für die Geschichte des Judenthums besonders zu beachten, für Munk's dießmalige Kritik charakteristisch ist^ Josef soll, wegen der Religionsverfolgungen Abd el Mumlns in Maghreb, nur dadurch seine Kindheit dort, haben verleben können, daß er „seine Religion verbarg, wie el Kifti sagt und sich äußerlich der muselmännischen Praris unterwarf!" Die unterstrichenen Worte finden sich aber bei el Kifti Nicht, sondern bloß cc^i ans (p. 14) „er verbarg seine Religion! " Dennoch fährt Munk fort, die positive Aussage el Kisti's, der dieß wohl aus dem Munde seines intimen Freundes vernommen, bedürfte eigenüich keiner weitern Bestätigung,") finde aber eine solche in den Worten Charisi's (C. 50.), nach einer bessern Leseart einer Handschrift, welche freilich auch einen andern Sinn zulasse, u. zwar, müssen wir hinzufügen, nach dieser bessern Leseart um so mehrt^) Man darf aber nur die Stelle bei Charisi ün Zusammenhänge lesen, um deutlich zu sehen, daß nicht von einer Verwandlung Josesss, sondern von einer Umstaltung der Zeit (des allgemeinen Zustandes) durch den vielgerühmten Josef die Rede sei. Die Metapher des Kleiderwechselns, die freilich Charisi auch auf die Apostasie des jüngern Jbn Esra anwendet (C. 3.), gehört hier offenbarzu den folgenden Wortspielen und Bibelverskünsteleien, und bezieht sich auf die Zeit, das Subjekt des Satzes. Aller und jeder Verdacht und Zweifel über die Meinung Charisi's von Josef schwindet, wenn wir in dem hierher gehörenden Lobgedichte (Rot. p. 72) lesen: iMWa ani4» '■waa wtn 19) Die Aussage Abulfarradschs hat schon Rapapört, Äruch, , S. 77, Mtkrastet. 20) Uebrigerrs erfordert der Zusammenhang für und heißt hier keineswegs „i-an§!"