Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-03-01 · 3 (März 1845) · p. Seite 112

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
3 (März 1845)
Date
1845-03-01
Page
Seite 112 (sequence 34)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2744856-2744869-2744873--0528-2745475
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

112 Recenfionen. Dernburgs (s. p. 9) arab. und franz. mit Anmerk. (p. 22^—34), woraus wir wieder Einiges hervorheben und mit unfern Bemerkungen begleiten. Das Original des in diesem Briefe versprochenen Werkes über Auferstehung -iejse), welches in keiner Bibl. Europa's vorhanden, citirt Tanchum Jeruschalmi im Wörterbuch „el Murschid" s.v. "nn — u. zw. gerade die Stelle, die auch Dernburg (a. a. O., S. 117) hervorhebt. — Der Ausdruck (p. 23, C. 3.) wird mit „Interpreter" (mit gesperrter Schrift) wiedergegeben, heißt aber bei muham. Theologen: un eigentlich auslegen, (s. die Comment. zu Sure HI. 7), woher die berüchtigte Sekte Motawile (Hammer, Wien. Jahrb., Bd. 61., S. 40, was Ohlshausen, das. 6? II., S. 217 nicht wußte), deren Analogie bei Juden wir anderswo Nachweisen werden. Ueber Maimonidische Eregese vergl. noch.Dernburg, a. a. O., S. 221 — 2, und die Josefs weiter unten17) .baw (p.23, C. 11.) „car les impies etc." (p. 27) ist nach dem vorangehenden „pour qu’ilfast sinnlos! Maimonides sagt nämlich: „Halte den Moreh geheim, damit mir kein Uebel von Nichtisraeliten widerfahre, und böse Jud en gibt's auch genug" (wir kommen darauf weiter unten zu p. 39 zurück). Munk bezieht hierauf die Bemerkung Abd el Lathif's, die bereits durch Dernburg (a. a. O., S. 420 — l) bekannt ist, fügt aber Belege bei, daß der Moreh von Arabern gelesen ward, nebst Citaten aus muhamedanischen Schriftstellern selbst (über den Kommentar von Tebrizi findet sich mehr bei Gei ger, Melo Chofnajim S. 71 — 2. Hr. Dr. Sachs in Berlin besitzt ein vollständigeres Eremplar der hebr. Uebers.), und auch ein Zeugniß von (Magen Abot. 74b). Eine Handschrift mit arabischen Lettern, vermuthlich aus dem 13. Jahrh. hat auch die B i b el stellen arabisch, wahrscheinlich für arabische Leser. Daß dieß auch bei Maim.'s wm der Fall gewesen, werde ich in der Einleitung zu diesem herauszugebenden Werke nach gefälligen Mittheilungen des Hrn. Rabb. Rappoport genauer erörtern.— Maim. erlaubt seinem Schüler, eine Schule zu eröffnen, und dem man (Mischne Torah) conform zu decidiren, rath ihm aber davon ab, namentlich vom Beziehen eines Gehaltes: „eine Drachme, durch das Gewerbe als Weber, Schneider oder Zimmermann verdient, ist mir lieber, als das iiVftn wnn bxo m („Brevet de licence?") u. s. w.!" (über diesen „edlen Unwillen gegen bezahlte Geistliche" s. Komm, zu Aboth 4, 6; bei Dernburg S.122. Anm.). Josef möge sich mit aller Sorgfalt dem Geschäfte 17) Gelegentlich gebe ich ein auffallendes Beispiel der Abhängigkeit der Karaiten von den Nabbajnten. Ahron B. Elia (Ez Chajim, S. 44 u. 199) widerspricht sich in den Criterien für die uneigentliche Auslegung, u. zw. bei Auferstehungsstellen (S. 199) folgt er offenbar Saadja (Vm. vedeot fol. 3Qd7 34b ed Amst.). Auch Lei einem altern Karaer fand ich dasselbe, ohne im Augenblicke die Stelle finden zu können.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.