Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 3 (März 1845)
- Date
- 1845-03-01
- Page
- Seite 110 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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110 Rrcenstone«, über David el Roi) zuw Vorwurf nahm, und später durch einige Jahrhunderte ln verschiedenen Sprachen und Formen erschien, aber schon Hornbeck und Wagenseil verdächtig war. Wolf, der der Wahrheit nahe war (s. IV. p. 1106), bemerkte nicht, daß dieser Samuel Jehudi erst durch Alfons di Burgos, anderthalb Jahrhundertemach seinem Tode, seine Religion zum % Male wechseln mußte, um neuerdings das Judenthum zu bekämpfen, also kein anderer als der Renegat Samuel Ihn Ab bas sei (s. besonders Wolf III. p. 1100 unten, und Ismaelita im Cod. Vatic. 4079, wofür Wolf I. p. 1099 Israelita emendirt), Obwohl nun vielleicht schon die Schrift eines spanischen Juden: Josef Schalom gegen Alfons.di Burgos im 14. Jahrh. (Cod. Kossi No. 533. s. auch hist. Wörterb.) unsere Entdeckung enthalten mag, so erschien doch noch der angebliche Brief des „Neophyten" Samuel an einen Rabbi Jsak deutsch von vr. Stieldorff, Trier 1833 (s. Geiger, Zeitschr. IV. S. 44l). Es wird demnach diese gesammte polemische Literatur, die Ref. nur aus den angegebenen Quellen kennt , jedenfalls mit den achten Schriften Jbn Abbas zu vergleichen sein, um zu wissen, wie weit Alfons auch letztere zu seinem Zwecke benutzt und umgestaltet habe. — Bon dieser Jdentificirung kehren wir zu einer, unsere Notice p. 8— 9 näher angehenden zurück. — Unser Josef führt in ziemlich alten Dokumenten den, sonst unbekannten, Beinamen Jbn Aknin pa, pps p) und ba-kohen, welche beiden letztern gewiß identisch sind; allein gegen ihre Jdentificirung mit unserm Josef B. Jehuda stützt sich Munk vorzüglich darauf, daß Maim. seinen Schüler niemals ha-kohen nenne, weswegen ich kaum zu vermuthen wage, daß „Ben Aknin" eine arab. Korruption von p sei, und der mitgetheiltenVermuthung des H. Rabb. Rappoports den Vorzug gebe, daß das Epitheton p2N aus dem unverstandenen Ben Aknin entstanden sei. Allein was man auch von diesem Beinamen halten mag, so sind doch die unter demselben vorkommenden Daten, namentlich S chriften, gewiß auf unseren Josef zu beziehen, welches wir nebst andern Differenzen der Genealogie, erst weiter unten erörtern können,13) (wie denn auch Dukes s „ Nachlese " u. s. w., Litbl. 1843, Col. 139 ] diese Identification stillschweigend voraussetzt, s. auch Geiger sZtschr. V. 465] gegen Carmoly!), und Munk hat durch die gezwungene Ablehnung derselben sich vielleicht manche Quellen für Josefs Biographie entgehen lassen, die uns nicht zugänglich find. Die Grundlage der oben mitgetheilten Biographie bildet die Notiz el Kifti's, welche arab. und frarrz. mit An werk, gegeben wird (p. 11—18), 13) Vergl. noch „ Abu Josef Jakob B. Jshak der Alexandriner" und sein astrolog. Werk bei Wolf, I., IN., 30 —?