Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 3 (März 1845)
- Date
- 1845-03-01
- Page
- Seite 109 (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen. 109 andere Schrift bezieht. A. Asher (Linlamln ok Indela II. p. 165) berichtet nämlich: „Mein Freund Munk entdeckte unter den.Schätzen der Pariser Bibliothek ein unedirtes und unbekanntes arabisches Manuskript, für dessen Verfasser er einen Renegaten aus dem 12. Jahrh. hält, und welches die genaue Geschichte des Betrügers Dawid el Roi (elDawid) enthält, als Anklage gegen die Nation vorgebracht" (vql. das. S. 92 6. über das Grab Abrahams-unter Saladin, vermuthlich dasselbe Manuskript). — Es ist aber mehr als wahrscheinlich, daß die (ganze?) Schrift Samuels noch anderswo sich vorstnde. Wolf (III. 1774, „Asarjah Mu Schemuel") beschreibt nach Gagnier einen arab. Cod. Huttingt. No. 291. folgendermaßen: Auf dem Titel werden 2 Werke erwähnt, deren eines von einigen Gesetzvorschriften handelt in 8 Capp., nämlich l) von erlaubten und verbotenen Speisen und Getränken (vergl. oben überTrefa); 2) von Ehen; 3) von Menstruation; 4) von der Beschneidung; 5) von unerlaubtem Wein, genannt -pa 1^5 6) von Zizzit; 7) Tefiltin; 8) Mesusa — enthalt 33 Folien —. Das 2. Werk führt den Titel: Liber intercalationis de 4 punctis cardinalibus per Scientiam astrorum & de anno ex libro Schemuel fi\ (sic!) As-arjse. — Enthält 4 Eap. bis Fol. 53." — Ein Werk unsers Samuel: De detegendis erroribus Astronomorum eorumque vitiis in plurimis operibus & prseceptis, geschrieben im Jahre 561 (1165), ist Handschr. in der Bodlejana No. 964, in Leyden No. 1173 (Wüstenfeld, §. 180.); also wird man wohl annehmen dürfen, daß alle die erwähnten Gegenstände, wie wir es oben von Trefa gesehen, zur Polemik gegen das Judenthum dien- - ten, worüber wir die Bestätigung von Paris, Oxford und Leyden erwarten. Nachträglich finde ich, daß Munk auch in den Annalen (1841, S. 84) Samuels erwähnt, und die Widerlegungsschrift gegen den Kusari nur „vermuthlich" als Werk Samuels bezeichnet, demnach mit der „Schmähschrift gegen die Juden" nicht identifickrt. Aus Letzterer erwähnt Munk, daß Samuel durch einen sonderbaren Traum (!) bewogen, den Islam öffentlich bekannt, was er früher aus Schonung gegen seinen Vater unterließ! — Wichtig ist auch die Nachricht über die Annäherung der Karäer an den Islam, vgl. Munk a. a.O.S.86, über karaitische Sekten.— Allein hier endet ullsere Bekanntschaft mit dem muhamedanischen Renegaten noch nicht. Wir glauben ihn auch in der Hülle eines angeblichen — Neophyten erkannt zu haben, der den Namen Samuel Jehudi aus Marokko (1174) führt, und den Bibliographen nicht wenig zu schaffen gemacht.^) Unter diesem Namen gab der Neophyt Alfons di Burgos Anno 1339 eine polemische Schrift gegen das Judenthum heraus, welche namentlich die bisherige falsche Erwartung des Messias (vgl. oben 12) Wolf, I., III., IV., 2076 — 7 (III., 2074). I., III., 2031, 2090. Roffi, Art. (Samuel) Marokki. Delitzsch, Schilderungen u. Krit. S. 126.