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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-03-01 · 3 (März 1845) · p. Seite 103

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
3 (März 1845)
Date
1845-03-01
Page
Seite 103 (sequence 25)
Language
German
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, Der Sabbat. ivr insbesondere, und zwischen der abstrakten Gründung eines Tages, als eines heiligen und gesegneten, obwaltet. Denn am Schluffe der Schöpfungsgeschichte wird zwar erzählt, Gott habe einen Tag gesegnet und geheiligt, nicht aber gesagt, es sei schon damals verboten worden, an demselben irgend eine Arbeit zu verrichten, und die Hypothese, daß die Patriarchen, ja sogar Noah und Adam, den Sabbat gefeiert hätten, ermangelt der historischen Grundlage. Da nun bei der Anordnung des-Sabbats in der sinaitischen Gesetzgebung zwar auf die Schöpfungsgeschichte Rücksicht genommen wird, in der Schöpfungsgeschichte selbst aber der Sabbat nur als ein gesegneter und geheiligter Tag, nicht aber als ein Ruhetag für den Menschen vorkommt, so ist der besagte Unterschied genugsam motivirt, und es verdient daher, um diesen scheinbaren Widerspruch zu heben, untersucht zu werden, zu welchem Zwecke Gott gleich nach der Schöpfung den siebenten Tag gesegnet und geheiligt habe, und was darunter zu verstehen sei. Versuchen wir also vorläufig eine Betrachtung anzustellen, die uns vielleicht den Weg zum richtigen Verständnisse des göttlichen Wortes bahnen wird. Wenn ein Künstler ein Werk ausgearbeitet hat, so kann von dem Augenblicke an, wo er seine Hand davon zurückzieht, jede Verbindung und Beziehung zwischen ihm und dem Gegenstände seiner Arbeit gänzlich aufhören; ja er mag sich darum auch nicht mehr bekümmern, ihn sich selbst überlassen und völlig vergessen, ohne daß. dadurch die Eristenz des von ihm hervorgebrachten Werkes, als eines für sich selbst fortbestehenden, auch im mindesten gefährdet werde. Hat es nun aber auch mit der Welt und mit ihrem Schöpfer die nämliche Bewandniß? Ist das Universum etwa so sehr von seinem Urheber abgeschieden und unabhängig, daß es keines Beistandes von Außen zu seiner Erhaltung bedürfen sollte? Wird besonders der edlere Theil der Schöpfung, das mit Intelligenz begabte Wesen, der Mensch, dem Endzwecke, wozu er erschaffen worden Genüge leisten und zu seiner Bestimmung gelangen können, wenn ihm jede Beziehung mit Gott abgeschnitten wäre? — Diese Fragen mögen vielleicht von einem Deisten bejahend beantwortet werden; allein jeder treue Anhänger unserer Offenbarungsreligion, die doch hauptsächlich die Unmittelbarkeit Gottes in Bezug auf den Menschen zur Grundlage hat, wird um so mehr von dem Gegentheile überzeugt sein, als die heiligen Urkunden dieser Offenbarung fast in jeder Zeile die Wahrheit aussprechen, daß Gott nicht nur die Welt aus Nichts erschaffen, sondern auch deren Regierung und Erhaltung übernommen, und alle Begebenheiten und Veränderungen in derselben nach seinem heiligen Willen lenkt. Es findet also zwischen Schöpfer und Schöpfung eine solche immerwährende, ununterbrochene Beziehung

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