Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 3 (März 1845)
- Date
- 1845-03-01
- Page
- Seite 102 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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102 Historische Bemerkungen k- Ich benutze diese Gelegenheit, um die Etymologie des Wortes nieanzugeben, nähere Ausführung jedoch für einen andern Ort aufsparend: Man muß sich mit Recht wundern, wie das Wort, welches sonst Braut und Schwiegertochter heißt, plötzlich auch die Bedeutung: Schule in sich aufnimmt! Allein beide Bedeutungen nähern sich nicht im Geringsten durch dasselbe Wort; denn das rto, welches Schule bedeutet, gehört dem römisch-byzantinischen Zeitalter an, und ist nichts anders, als das lateinische Schola, welches Scola gelesen wurde, und wovon die Rabbitten das 8 abwarfen, so wie auch die Franzosen es abwerfen (ecole), während die Engländer die lateinische Schreibweise beibehielten und wie die Römer lesen (8chool, lies: Skul). F. Ledkccht in Berlin. Der Sabbat. lieber den Gmnd der Einrichtung des Sabbats, oder, wie sich die Reologen lieber ausdrücken wollen, über die Einführung eines allgemeinen wöchentlichen Ruhetages, herrscht unter den Gelehrten nur eine Meinung. Alle Ausleger der heiligen Schrift, Schriftsteller, die sich mit Theologie beschäftigen, Verfasser von Katechismen stimmen darin überein, die Erinnerung an die in sechs Tagen vollbrachte Schöpfung der Welt sei der Endzweck dieser Anordnung, und diese Ansicht ist so allgemein verbreitet und überall fesigehalten worden, daß es beinahe an Verwegenheit gränztwenn Jemand eine andere, der angenommenen nicht entsprechende Meinung hierüber aüfzUstellen wagte. Und doch gelangt man bei sorgfältiger Prüfung derTerte., welche diesen Gegenstand besprechen, zur Ueberzeugung, daß jene so verbreitete Meinung eine irrige zu nennen sei, und daß ein anderer, weit wichtigerer Grund dem göttlichen Gebote des Sabbats unterliegen müsse. Abgesehen davon, daß die heilige Urkunde selbst nicht immer einen und denselben Gmnd dafür angibt, indem sie einmal (II. B. M. 20, 11.) die Erschaffung der Welt, ein anderes Mal (II. B. M. 31,13.) die Erinnerung, daß Gott die Israeliten geheiligt, und wieder einmal (V. B. M. 5,15.) die Befreiung aus Aegypten in Anspruch nimmt; Ezechiel aber (20,12.) den einzigen zweiten Grund mit Auslassung des ersten und des dritten hervorhebt: so hat man noch dabei auf den Unterschied nicht Acht gegeben, der zwischen einem angeordneten Ruhetage für den Menschen