Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 2 (Februar 1845)
- Date
- 1845-02-01
- Page
- Seite 79 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen. 79 eine ähnliche Combination schließt sich an den Vornamen Juffuf der Beiname Abul - Haddschadsch.7) Schimeon ist nicht der leibliche Großvater Josef's — ungeachtet des (lies ^), denn die Juden vermischen Jbn, mit p und -ü, wie an den Namen: Abraham Bar Chijja und Bar Chisdai deutlich zu erkennen ist8), — sondern ein Ahn, nach el Kifti (Not. p. 11,14) etwa der 9. oder 10., nach welchem die Abkömmlinge sich Jbn Scham'un nannten. (Ueber die inzwischen liegende Genealogie s. weiter unten.) — Eben so wenig ist Abun der Vater Juda's Ben Abbas, — welcher vermuthlich der „Jehuda Ben Samuel Abbas" bei Wolf (IV. 779, d.), und im'Akrostichon einer Akeda (vergl. Fürst a. a. O./ Col. 809) „Abbas Jehuda (Ben?) Samuel" gezeichnet ist — sondern ebenfalls ein Ahn 9 10), so daß Jehuda Ben Samuel Jbn Abun der jüdische, Abul bakai (Abu Zekkeria?) Jahja Ben Abbas der arabische Name war, welche dann verschiedentlich gebraucht wurden. (Daher ist es möglich, daß auch der Abun im Diwan Juda ha-lewi's unser Juda sei (Fürst a. a. O., Col. 810), nemlich für Jbn Abun, wie oben in der Akeda Abbas für Ben Abbas.) Daß Juda's Vater Samuel hieß, wird um so wahrscheinlicher, als auch sein Sohn Samuel hieß, zu welchem wir nun übergehen. Dieser Samuel Ben Jehuda Ben Äbbas, ein Renegat, der gegen das Judenthum und die Juden polemisch auftrat, gäbe Stoff zu einem nicht uninteressanten Capitel zur Geschichte der.Polemik, und auch für jüdische Geschichte ist seine Schrift nicht ohne Wichtigkeit. Ref. glaubt daher keiner besonderen Entschuldigung für die folgende Erörterung zu bedürfen, in welcher die mitunter verwirrenden und irrenden Quellen möglichst berichtigt, jedoch nur^die Hauptpunkte hervorgehoben-werden sollen ™). . Alle genannten Quellen stimmen darin überein, daß Samuel zum Islam sich bekannte (nach Not. p. 8 im Jahre 1163, in der Nähe von Moßul, wo der, sogleich nach Empfang der traurigen Nachricht aus Haleb, herbeigeeilte Vater plötzlich erkrankte und starb), und dann eine polemische Schrift gegen die verlassenen Glaubensgenossen schrieb. Sein vollständiger 7) Haddschadsch Ben Juffuf war ein berühmter Feldherr im 1. Jahrh. der Hioschre; vergl. auch Wüstenf., §. 223. 8) Gegen Geiger, Zeitschr. }V., 422. 9) Vielleicht der von Charisi Erwähnte? 10) Aeltere Quellen sind: El Kifti, Jbn Abi Osaiba, Abulfaradsch, Charisi und Juchasin; neuere: d'Herbelot, Wolf I., III., 2071, 2125, I;, III., 1774. Jost, IX. Inder, S. 153. Delitzsch, zur Gesch. d. hebr. Poesie, S. 140. Wüstenfeld, §. 180., wie sich zeigen wird, auch Munk, Ltbl. des Ox. 1840, Col. 136 (worauf schon Fürst a. a. O. verweist), in Asher's Binj. v. Todela II., p. 92d und 165 (vergl. Ltbl. 1841. Col. 397, «trat. 3).