Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 2 (Februar 1845)
- Date
- 1845-02-01
- Page
- Seite 80 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2744856-2744869-2744872--0493-2745439- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
80 Recensionen. Name wäre nach den angeführten Quellen: Abu Naßr Samuel Ben Jahjäh Ben Abbas el Maghrebi el Andalusi (nach Not. a. a. O. aus Fas?!) el Jehudi oder el Jsraili. Der hebr. Namen n-dw p bei Juchast^t,? den Wolf und Jost nicht zu erklären wissen, entspricht dem arab. te«; denn *ca entspricht »it» (Sefer Schemot bei Wolf I. p. 38, No. 182.), und die Verwechselung von Abu und Jbn ist, namentlich bei Juden, nichts Seltenes (s. Wüstenfeld a. a. S. XV.), und mit einer einfachen Umstellung (s. weiter unten) gewinnen wir in dem „hma "^beiWolf I.,III., 1774) den richtiger» Namen. — Seine polemische Schrift erscheint nach einem Epigraph des arabischen Kusari (Munk, Litbl. 1840, Col. 136) zunächst als eine Widerlegungsschrift des Letztem unter dem Titel: pp&ä sard bandst „Buch der Widerlegung und Vereitelung," sowi< auch Pas Buch Kusari im Arabischen (und Hebräischen) den Titel: „Buch des-Beweises und der Argumentation zur Hilfe der verachteten Religion" führte. Es ist dieß um so begreiflicher, als der Kusari eine bedeutende Polemik gegen den Islam enthält, die ich anderswo im Zusammenhänge darftellen werde"), die Widerlegung kehrt sich dann natürlich gegen das gesammte Judenthum. Es ist aber gewiß keine andere Schrift als diese, die unter dem Titel barna ‘W'ia von Juchasin (bei Wolf und Jost) und Munk angeführt wird, fc&maa heißt: zum Schweigen bringen (Jost) besonders im Streite (s. Freytag, Ler. s. v.), „el Jehud" kann „Jude" überhaupt, vielleicht auch Juda (halewi's) übersetzt werden? Man hat nun die Wahl zwischen den beiden Titeln für den eigentlichen, und die bloße Jnhaltsbezeichnung, oder ein ähnliches Verhaltniß wie beim Kusari. — lieber den Inhalt dieser Schrift stellen wir Folgendes zusammen: Der Renegat wiederholt jenen bekannten, schon im Koran vorgebrachten, und im Kusari widerlegten Vorwurf, daß die Juden die Bibel verfälscht haben, in der.Muhamed verkündet sei (s. W.üstenfeld u. A.), und den auch schon der christliche Renegat Jbn Dschezla (nach 1074) aus seinem Iraetatus de refutatione Christianorum seinen Schülern zu Bagdad vortrug (s. Wüstenfeld^ §. 145.). (Fortsetzung folgt.) 11) Die Commentare haben Vieles übersehen, oder nicht hervorgehoben; vgl. Anm. 15. Druck der T eubner'schen Officin in Dresden.