Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 2 (Februar 1845)
- Date
- 1845-02-01
- Page
- Seite 77 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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Necensionen. 77 . Die erwähnte Biographie lautet in wörtlicher Uebersetzung: „ Josef Ben J^huda war geboren in Maghreb, wahrscheinlich gegen Ende der Re-/ gierung Abd el Mumin's. Sein Vater, zu Sabta (Ceuta) wohnhaft, war gezwungen, wie alle Juden des Maghreb, sich den äußerlichen Religionsübungen (pratiques de la religion) des Islam hinzugeben (!). Josef wuchs heran, die Moskeen besuchend (!) und den Koran lesend. Allein sein Vater fand Mittel, ihn in's Geheim in den äußern Religionsübungen des Mosaismus zu erziehen, ihn das Hebräische und die heiligen Schriften der Juden studiren zu lassen. Noch sehr jung verfaßte Josef hebr. Poesieen von hohem Werthe. Zugleich machte er sehr große Fortschritte im Studium der Mathematik, Medicin und Philosophie. Gegen 1185, wahrscheinlich nach dem Tode seines Vaters, verließ er den Maghreb, und begab sich nach Egypten, um seine Studien bei dem berühmten Maimonides fortzusetzen, welcher, da er an Josef einen eindringenden Verstand, leichte Fassungskraft und große Liebe für Wissenschaft erkannte, ihn mehr als alte seine anderen Schüler lieb gewann. Zuerst unterrichtete er ihn in der Astronomie, indem er ihn den Almagest erklären ließ, und mit ihm die Verbesserung des Werkes Jb^ A fl a h 's vornahm. Dann begaben sie sich gemeinschaftlich in die hohen Regionen der Philosophie und Theologie. Die glühende Seele Josefs konnte keine Ruhe finden; je weiter er vordrang, desto stärker bemächtigte sich die Unruhe seines Geistes, und er war ungeduldig, in alle Mysterien der Wissenschaft einzudringen. Sein berühmter Lehrer trachtete, diese Glut zu mäßigen, und bewog ihn, mit mehr Ordnung und Methode vorzugehn, um sicheren: Schrittes vorwärts zu schreiten: (Moreh, Widmung). Als Geschäfte von persönlichem Interesse Josef veranlaßt hatten, schnell Egypten zu verlassen, um sich nach Syrien zu begeben, wollte M. seine Conferenzen mit seinem Schüler schriftlich fortsetzen, und er verfaßte für denselben jene Reihe von Abhandlungen, welche das berühmte Werk: Führer der Verirrten bilden. Seit 1187 zu Haleb ansässig,, heirathete Josef daselbst Sarah, die Tochter eines gewißenAbu'l Ala. Im Jahre 1192 machte er eine Geschäftsreise nach Irak und Indien. Da seine Geschästsunternehmungen mit Erfolg gekrönt waren, kehrte er nach Haleb zurück, überließ sich, in der Zurückgezogenheit eines angekauften Landsitzes in der Nähe der Stadt, der Wissenschaft, und hielt einer zahlreichen Zuhörerschaft Vorträge. Er wurde Arzt des Emir Faris ed din Meimun ol Ka sri und einer der Privatärzte des Königs ed Dhahir Ghazi, Sohns Saladin's. Der Wezir Dschemal od Din el Kifti war sein intimer Freund. Da er seine-erste Frau verlor, von der er 2 Töchter hatte, heirathete er eine zweite, die ihm mehrere Söhne gebar. CH arizi fand 1217 zu Haleb Josef auf dem Gipfel des Ruhms. Derselbe berichtet (Tachkem. K. 46.), daß damals einer der Schüler Josefs sich