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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-02-01 · 2 (Februar 1845) · p. Seite 68

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
2 (Februar 1845)
Date
1845-02-01
Page
Seite 68 (sequence 30)
Language
German
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68 Allgemeine theologische Bibliographie. Jugend zu Büren. 76 Seiten. Paderborn. L. D. Winkler. 1643. Dieser zunächst für die israelitische Jugend bestimmte Leitfaden durch Palästina entspricht ganz dem Vorgesetzten Zwecke, und gewährt wahrhafte Befriedigung. Das Merkchen zerfällt in zwei Abschnitte. Der erste behandelt „das Land Kanaan im Allgemeinen", und es wird hier zugleich Gelegenheit genommen, Manches über Egypten und die Sitten der alten Eghpter^u erwähnen; was, da dieses Büchlein der Jugend zum Verständnisse der heil. Schrift dienen soll, sehr zweckmäßig ist. Der zweite Abschnitt bespricht „Kanaan insbesondere"; und ist in 16 §§. Grenze, Größe, Klima, Produkte u. s. w. gut angegeben. Daß der Verf. §. 15. eine gedrängte Ueberflcht der Geschichte Jerusalems und der Denkmäler, die sich noch erhalten, liefert, ferner §. 16/ die Reise der Kinder Israel von Egypten nach Palästina beschreibt, gibt seiner Arbeit noch mehr Verdienst. — Einige Unrichtigkeiten hätten wir gern vermieden gesehen. So meint der Verf. S.43.: Charon ist eine Stadt in Mesopotamien und wahrscheinlich eine mit Pad an. Aber daß Padan nicht der Name einer Stadt sei, beweiset der os8. v0N8t.ruot. *pö, und wurde es unseres Wissens auch nie dafür genommen. S. 44. heißt es: „wohin die Raben ihm (Elia) Speise brachten aus dem Hause des Königs Achab." Aber Letzteres findet sich 1. Kön. 17, 3, das der Verf. hier anführt, nicht. (Cholin 5. wird zwar in solcher Weise erklärt, kann aber nicht als Geschichtsquelle benutzt werden). Daselbst heißt es ferner, „der Bach Eschkol fließt in das mittelländische Meer." Für einen Bach dieses Namens finden wir in der Schrift keine Andeutung; Vom irw ist das Thal, nicht der Bach Eschkol. vergl. Rum. 13, 23.24. und sonst. — Der Name Jordan (S. 41) schreibt sich aus der griechischen Uebersetzungdie IogSavrig hat, her, und war dieses eine corrupte alerandrinische Aussprache (vergl. unsere Vorstudien zu der Septuaginta S. 127). .— In der Beschreibung von Jerusalem nimmt der Vers, die vorzüglichsten Gebäude zur Zeit des ersten und zweiten Tempels zusammen, und führt, neben dem Schlosse Davids und dem Pallaste Salomons, den Pallast der Königin Helena an. — Die Schreibart: Zebhojim, Debhora, Moabh u. s.w. ist nicht richtig. — Sehr befremdend ist, daß dem Werke ein. Motto aus dem K o r a n („Ihr leset die Schrift, wollet ihr sie nicht auch verstehen?") vorgedruckt ist; der Verf. hätte wohl bei einem Lehrbuche für die israelitische Jugend noch ein Motto aus jüdischen Quellen auffinden können. — Doch entschädigt für dergleichen Versehen (wie auch für einige Druckfehler, als Mhr® welches noch überdieß für ganz Egypten genommen wird, der Gehalt des Merkchens. Die darangefügte Karte ist trefflich. Ein den Eingang eröffnendes Gedicht von Honcamp „der Pilger" ist sehr anspre-

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