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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-02-01 · 2 (Februar 1845) · p. Seite 59

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
2 (Februar 1845)
Date
1845-02-01
Page
Seite 59 (sequence 21)
Language
German
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Betrachtungen Kber die gegenwärtigen Wirren int Jubenthume. 59 möchten einmal zusammentreten, um das, was Roth thut in Israel, mit Ruhe und Klarheit zu erwägen, und zur Abhülfe vorzubereiten. — Schon im 1.1837 hatte Geiger eine Versammlung von Rgbbinen veranlaßt, um im Sinne eines von ihm aufgestellten und wissenschaftlich erörterten Prinzips von mehreren ik der Hauptsache gleichgestimmten Theologen über manches Einzelne Einverständnis zu erlangen. — Jetzt, im Jahre 1844, war die Aufgabe höher gestellt. Das Prinzip selbst sollte erst geschaffen, oder, ist ein solches vorhanden, geprüft und erläutert werden, um die Wirren im Judenthume wirklich, im Jnteresse der Religion und des Lebens, zur Ausgleichung zu bringen. Ob und wie weit nun die jüngste Rabbinenversammlung zuBraunschweig diese Aufgabe begriffen und. gelöst hat, soll im folgenden Artikel erörtert werden. _~ Gericht übet Synagoge und Schule. (Fortsetzung.) " * Hamburg. Wirffragen jeden Unparteiischen, was findet unsere heutige Zeit, was findet unsere gelehrige Knabenwelt, was unsere strebende Jugend, was unsere denkenden Männer, was unsere fühlenden Frauen kn solchen Synagogen? was finden sie dort, was nehmen sie mit heim? — Andacht? Die wird nicht nur bei den leider größrentheils ermüdeten und erschlafften Gemüthern nicht geweckt, sie wird sogar niedergedrückt und ertödtet. Belehrung? sie wird nur an einem Orte, und auch da nur mangelhaft und ungenießbar gereicht. In der alten Zeit wurde von würdigen Männern genug gegen solches Unwesen und Herabziehen, gegen solche Entwürdigung des Allerhekligsten geschrieben und gepredigt. Aber die guten Alten hatten einen großen Fond innerlichen religiösen Sinnes mit in die Synagogen gebracht; die Rohheit der Masse, die Unart der Zeit, die Unsitte schläfriger Gewohnheiten, konnten lange an dem Fond zehren, es blieb immer noch genug übrig , das nur der geringsten äußern Anregung bedurfte, um zu einem erhabenen und erhebenden Wefühle frommer Andacht gesteigert zu werden. Draußen, in der großen Welt, trat ihnen Alles feindlich entgegen, draußen hörten sie ihnen fremde Laute, hörten sie Schimpf und Spott; h ier, in der Synagoge, umgeben von Gleichgesinnten, von Leidensgefährten, die alle versammelt waren, sich dem alten Gott der Väter zu nähern, hier hörte der Jude die alten, 5*

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