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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-02-01 · 2 (Februar 1845) · p. Seite 45

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
2 (Februar 1845)
Date
1845-02-01
Page
Seite 45 (sequence 7)
Language
German
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Die Messiasidee je. 45 ihm immer fortfahren, wo es immer in seiner Geistesnahe, in der Nähe dieses feurigen Schmelzofens der Wahrheit, verweilt; auch muß, was vom alten Götzendienste sich in die lauteren Vorstellungen des Judenthums hineingestohlen hat, was sich ihm in seinem Ringen mit demHeidenthume von diesem angehängt, oder sich gar mit ihnl vermengt hat, durch seine eigene innere Lebenskraft sich wieder von ihm ausscheiden, wie das reine Gletschereis alle Trümmer und Schlacken auf die Oberfläche aus seinem Inneren heraufbringt, und dann von sich wirft. Diesen organischen Proceß sehen wir in unseren Tagen sichtbarer, wie je, vor sich gehen, theils innerhalb des Judenthumes selbst, theils in manchen seiner Ausläufer, in welchen jene Legirung mit dem unedlen Kortte heidnischer Jrrthümer noch stärker und deutlicher geschehen ist. Zur endlichen vollkommenen Ausscheidung des Fremdartigen im Gemische religiöser Anschauungen kann aber nur die vollkommene Aufklärung führen, nämlich die wahre und klare Vorstellung des Inhalts einer echten Offenbarung und somit ihres Unterschiedes von dem, durch was sie eben durch Vermischung verunreinigt ist. Es ist des Verfassers Absicht, demgemäß jene oben angegebenen Gegensätze in den Anschauungen vom Paradiese und der Eschatologie (der Zukunft der menschlichen Zustände) auf die Grundanschauungen, aus denen sie hervorgegangen sind, und in denen ihre Gegensätzlichkeit begrüüdet ist, zurückzuführen. Die Vorstellung von den vier Zeitaltern und dem Herabsteigen aus vollkommeneren in unvollkommenere Zustände wurzelt in der allgemeinem des entsprechenden Zustandes der ganzen Natur in einer unvordenklichen Zeit, und vom allmäligen Abfalle des Unvollkommenen von sich selbst, seiner Verkörperung und Vertrübung in der Natur. Tie ganze sichtbare Welt war nichts als eine immer tiefere Verschlechterung der ursprünglichen Gottheit und ihre Entäußerung aus dem reinen Urlichte zur schweren, dunkeln, trüben Materie. Jenem Zustande ursprünglicher Einheit und Reinheit entspricht eben ganz und gar der Mythus vom goldenen Zeitalter; und jener fortschreitenden Verderbniß -zur trüben Materie und zur Entzweiung, zum Abfalle von Gott, die folgenden, immer trüberen Zeitalter unseres Geschlechts. Man hat zwar in der Alttestamentarischen Erzählung von dem Paradiese und der Versündigung des ersten Menschenpaares durch Ungehorsam gegen Gott einen gleichen Mythus entdecken wollen, hat sich indeß offenbar durch eine oberflächliche Aehnlichkeit dazu verleiten lassen, und besonders dadurch, daß man auf die Uebereinstimmung einer jedweden Vorstellungsweise mit der Grundansicht, aus der sieabzuleiten ist, nicht gehörig Acht gab. Der Zustand Adams.deutet nicht auf den eines vollkommenen Wesens, sondern nur auf die Abhängigkeit eines Kindes von seinem Vater; der ada-

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