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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-02-01 · 2 (Februar 1845) · p. Seite 42

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
2 (Februar 1845)
Date
1845-02-01
Page
Seite 42 (sequence 4)
Language
German
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42 Die Messiasidee ic. verringern zu wollen, so muß ich doch auf jene Frage bejahend antworten. Lange vor aller eigentlichen Forschung im Gebiete der Natur, als noch dicke Finsterniß und eine schwermüthige Fabelwelt unser Geschlecht beherrschte, und eben in Mitten dieser allgemeinen trostlosen Anschauung eines statigen Rückschrittes hat sich eine entgegengesetzte Weltanschauung gebildet, und ist eine Lehre gelehrt worden, die ebensowohl mit unserer Gemüthssehnsucht, als wie mit den letzten Resultaten einer besonnenem Wissenschaft in Beziehung auf die Zukunft der Erde und ihrer vernünftigen Bewohner auf eine merkwürdige Weise übereinstimmt, ich meine die Messiaslehre im alten Bunde nach der Schilderung der Propheten.' Wenn nun zwar einerseits zugegeben werden muß, daß auch den Religionsideen des Judenthumes die Vorstellung einer herrlichen Vorzeit nicht fremd ist: so muß dagegen auch sorgfältig die innere Verschiedenheit dieser Vorstellung von der Völkersage eines goldenen Zeitalters hervorgehoben und zur Erkenntniß gebracht werden. Es muß schon im Voraus erwartet werden, daß eine innere Verschiedenheit zwischen Sage und Sage vorherrschen werde, von denen die eine auf einem ganz andern Grunde ruht, und aus einer durchaus anderen Grundanschauung hervorgegangen ist, als die andere. Jede der Sagen muß an sich das Zeichen ihres Ursprunges tragen, und, bei aller äußerlichen Aehnlichkeit, iw der Wahrheit eben so weit von einander abweichen, als die beiden Grundsätze, aus welchen jede ihren Ursprung ableitet. Im Mythus vom goldenen Zeitalter, wie ihn der Grieche gebiK>et hatte, liegt gleichzeitig das Heroenthum, der unmittelbare physische Uebergang der Götterin eine Heldenwelt. Unbestimmt, ob aus einem göttlichen Saamen gemacht, oder von der Erde, die noch himmlische Saat in sich geborgen hatte, freiwillig entsprungen, lebte das jugendliche Geschlecht ohne Arbeit, ohne Furcht, ohne Gesetz, ohne Wissen in den Tag hinein von dem, was der stets gedeckte Tisch ihm bot, zufrieden mit den Beeren, die der Strauch, und den Eicheln, die der Eichbaum ihm spendete. So war das Leben der Menschen unter dem Walten des Saturnus. Der ewige Frühling verwandelte. sich unter Jupiters Herrschaft in die vier Jahreszeiten, und die Menschen mußten sich, so gut es gehen wollte, vor den Stürmen des Winters schützen, und anfangen, den Acker zu bestellen. Von nun an versank das geplagte Menschengeschlecht in immer schlechtere Zustände, und blieb bis auf diesen Tag im eisernen, dem vierten schlechtesten Zeitalter, ohne

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