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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1845-01-01 · 1 (Januar 1845) · p. Seite 39

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
2 (1845)
Issue
1 (Januar 1845)
Date
1845-01-01
Page
Seite 39 (sequence 39)
Language
German
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Recensionen. - 39 nehmen zu müssen. — Wir eilen also über diese verfehlte Darstellung Hinwegs um wieder zum operativen Theile des Werkes zu gelangen. Bei Anwendung der Klemme ist mir, der ich in einer volkreichen Gemeinde lebe, unter vielen Hunderten Beschneidungen kein Fall von Verwundung der Eichel vorgekommen (S. 112). Auch scheint es mir am zweckmäßigsten, wenn die Spalte der Klemme durchaus von gleicher Weite ist; eine solche Klemme hat nämlich den Vorzug, daß sie bis zum Ende der Spalte eingeführt werden kann , was, wenn sie immer schmäler ausläuft, nicht der Fall ist; sie bleibt da in der Mitte sitzen, und kann, wenn man sie losläßt, zurückweichen. —- Dem bisher üblichen Verfahren, die innere Vorhautlamelle durch Ein reißen zu trennen, schenkt auch der Verfasser besondere Aufmerksamkeit, und zählt die Nachtheile derselben auf(S. 114 ff.), macht gegen das von Terquem vorgeschlagenene Posthetom (Schere mit einem stumpfen Blatte) verschiedene Einwürfe geltend (S. 116), und schlägt zur Spaltung dieser Lamelle ein von ihm selbst erfundenes, messerförmiges Instrument vor, das er Posthetom cachö nennt, dessen Vortheile er (S. 117ff.) auseinandersetzt. Das Verfahren, die innere Vorhautlamelle mittelst einer geknöpften Schere abzutragen, ist nicht neu, und schon Richter verrichtete sie auf diese Weise (A. G. Richter, Wundarzneikunst rc. 6. Th. §. 204). Die Anwendung dieser oder des Terguem'schen Posthetom hätte nur das Unangenehme, daß sehr oft der Transversalschnitt zweimal gemacht werden müßte, da nämlich, wo nach Abtragung der Vorhaut die innere Lamelle noch über die Eichel hinauslauft, und die Oeffnung so enge ist, daß kaum eine dünne Sonde eingeführt werden kann, was nicht minder vom Posthetom cache des Verfassers gilt. Soll aber schon die Peria mittelst eines schneidenden Instrumentes gemacht werden, so müßte unseres Erachtens der geknöpften Schere oder dem Terquem'schen Posthetom vor dem Posthetom cache des Verfassers der'Vorzug gegeben werden. Ist die Schere nur scharf, wird die Schnittwunde eine einfache (S. 116 ad l), und gerade mittelst dieser kann, wenn das geknöpfte Ende oder das stumpfe Blatt bis zur Eichelkrone eingeführt wird, die Lamelle regelrecht gespaltet werden (ad 2), der 3. Einwurf des Verfassers (S. 117) ist durch Obiges bereits erledigt. Hingegen würde, wie wir glauben, durch das Posthetom cache des Verfassers der Zweck kaum erreichbar sein. Die Sonde findet an der weichen Eichel bei der Kleinheit des Gliedes keinen gehörigen Stützpunkt, keine Resistenz; beim Oeffnen des Instrumentes muß die Eichel zurückweichen, der Schnitt wird also gar nicht oder nur unvollkommen geschehen, man müßte allenfalls die Ruthe mit den Fingern, resp. Nägeln der linken Hand firiren, was zu unnötiger Berührung und Zerrung Anlaß geben möchte, die der Verfasser wegen Besorgung einer Ansteckung dort verwirft. Bei unvollkommen geschehener Spaltung aber würden wieder die schädlichen und verwerflichen so-

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