Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 1 (Januar 1845)
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
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40 Recenfionen. genannten Trappeln nöthig sein. Zu bezweifeln ist es auch, ob der Horizontalschnitt mittelst des Verfassers Instrument geschehen könnte, da. bei diesem das Messer auf der Klemme ausiiegend geführt werden muß. — Befremdend ist es, daß der Verfasser (S. 122) dem herbeigerufenen Arzte düs zur Blutstillung einzuschlagende Verfahren an die Hand giebt, der übrigens bei starker Blutung mit den Methoden des Verfassers kaum auslangen dürfte. Hier wird jedenfalls ein comprimirender Verband mehr als alle Pasten und Pulver leisten; auch leuchtet nicht ein, warum die Anwendung des Höllensteines so gar abschreckend dargestellt wird. -—■ Zum Schlüsse hätten wir nur 'noch über das im §. 5 aufgestellte Eraminatorium unsere Zweifel zu äußern, ob nämlich der Verfasser glaube, die Aerzte, wenn sie die Veschneidung üben wollten, einer neuerlichen strengen Prüfung unterwerfen zu müssen, — oder ob das Eraminatorium als Norm für Laien dienen soll? Für diese wären die Fragen zu viel bietend und zu wenig verständlich. — Auch liegen den Fragen die vom Verfasser berührten und ausgesprochenen Ideen zu Grunde, als waren diese bereits realisirte Facta. Die Fragen sind also für eine bessere Zukunft berechnet, wo die Conjecturen des Verfassers sich bereits als wohlbegründete Wahrheiten werden herausgestellt haben, wo die Vorschläge des Verfassers bereits unsmmo angenommen sein werden. Bei vielen ist auch ihre Richtigkeit sehr problematisch, z. B. ob die Meziza blutstillend (!) sei, ob es nicht gerathener wäre, die styptischen Pulver ganz zu verwerfen, und anstatt derer kalte Ueberschläge oder die Aqua vulneraria Thedeni anzuwenden? —- Indem wir vom vorliegenden Werke Abschied nehmen, sprechen wir dem Verfasser nochmals für feinen werthvollen und tüchtigen Beitrag zur Literatur der Beschneidung unfern Dank aus; und wenn wir ihm nicht das omne tulit punotum zurufen können und Manches gerügt, manches zu Rügende ungerügt gelassen haben r so bleibt das wirkliche Verdienst des Verfassers dadurch ungeschmälert. Suum euigue. 8. Druck der Teubner'scheu Officin in Dresden.