Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 2 (1845)
- Issue
- 1 (Januar 1845)
- Date
- 1845-01-01
- Page
- Seite 37 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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Recensionen- 37 bad allein (ohne Beschnetdung) hinlänglich, ihn zum Juden zu machen. — Bei Spencer's possirlicher Erklärung des wwiraa (S. 59), dessen willkürlicher Argumentation (ad 3), Anticipirung späterer Begriffe (ad 4) wollen wir uns weiter nicht aufhalten. Das 5. Argument (S. 60) löst sich durch das Obenbemerkte in Nichts auf. — Vom Verfasser wünschten wir noch eine Auskunft über die chaldäische Paraphrase oder Uebersetzung des Hohenliedes von Onkelos (!) zu erhalten. Im 3. Kapitel handelt der Verfasser von der Operation der Beschneidung. Er beschreibt erst das bisher übliche Verfahren bei der Beschneidung, beurtheilt es dann kritisch (S. 112), und trägt seine Vorschläge vor, um diese wichtige Operation dem Standpunkte der heutigen Chirurgie und den Anforderungen des Anstandsgefühles homogen zu üben und Schädlichkeiten vorzubeugen. Kein Gutgesinnter wird anstehen, einem solchen würdigen Streben die verdiente Anerkennung zu zollen. Wir heben vorzüglich die nothwendig gewordene Abschaffung der Meziza heraus, als einen Gegenstand, der die höchste Beachtung verdient, für welche bereits sich gewichtige Stimmen erhoben. Als ersten Act der Beschneidung stellt der Verfasser das kunstgerechte Wickeln des Kindes auf (S. 94). Dieses muß, wenn es zweckmäßig sein soll — die Beschneiduug kann im Grunde auch ohne vorausgegangenes Wickeln geschehen, was angemerkt hätte werden sollen, — nicht nur bis unter den Nabel, wie der Verfasser angiebt (S. 95), sondern bis zum Schamgliede geschehen, und dieses mittelst einer unter der Ruthe gelegten Kompresse nach aufwärts gerichtet und firirt werden. Auch geschieht die Einwickelung besser, wenn die Binden von den obern Ertremitäten abwärts bis zum Fußgelenke geführt werden, da durch eine doppelte Einwickelung von oben nach ab- und von unten nach aufwärts der Andrang des Blutes gegen die Geschlechtstheile vermehrt und zu stärkerer Mutung Anlaß gegeben werden kann. — Die Untersuchung des zu operirenden Theils, nm etwaige Contraindicationen zu bestimmen, wird nicht erst unmittelbar vor der Beschneidung angestellt; es geschieht dieß oder soll geschehen 1 — 2 Tage vor der Beschneidung durch den Mohel oder eine unterrichtete Hebamme. — Die Hände werden und dürfen bei der Peria nicht rasch auseinander gezogen (S. 114) und die Einreißung nicht kräftig gemacht werden, Hiermit ist das vom Verfasser (S. 97) Gesagte zu berichtigen. —- Einige Tage nach der Beschneidung wird das Kind nicht gebadet (S. 99). Indem wir dieoperativeDarstellung der Beschn. nun zu verfolgen haben, können wir den 2. §., welcher von den rabbinischen Rechtfertigungsversuchen des bei der Beschneidung üblichen Verfahrens handelt, um so eher nur kurz berühren, als der Verfasser hier auf einem Gebiete sich bewegt, wo er nicht heimisch zu sein, scheint, und einer fremden Leitung in einer nicht sehr kritischen und