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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-12-01 · 9 (Dezember 1844) · p. Seite 360

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
9 (Dezember 1844)
Date
1844-12-01
Page
Seite 360 (sequence 34)
Language
German
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360 Allgemeine theologische Bibliographie. formen, welche freilich, nach des Verf. System, sich alle auf Zusammensetzung mit Pronominibus zurückführen lassen, nur mit der Divergenz von der gewöhnlichen Agglutinationstheorie, daß die s. g. Pronominalwurzeln abgewiesen und alle Pronomina aus vollbegrifflichen Wurzeln abgeleitet werden. Natürlich kann erst von den weitern Theilen dieser Untersuchung auch die völlige Lösung der Frage über die ersten Wortbildungen erwartet werden, der Vers, gelangt hiebei zu Resultaten, welche für den ganzen Bau des Semitism, dessen dialektische Verhältnisse, dessen Geschichte und Verbreitung von höchstem Interesse, meistens auch sehr kühn nnd überraschend find, und jedenfalls durch ihre Gründlichkeit auf gründliche Prüfung Anspruch machen dürfen; besonders wichtig und nothwendig erweist sich das Studium des Koptischen für den Semitism, welche beide nach dem Verf. in einem ähnlichen Verhältniß stehn, wie einzelne Zweige der s. g. indoeuropäischen Sprachen, hingegen sei das Indoeuropäische und das „Egypto- Semitische" untereinander nur wurzelhaft verwandt. Ueberdas historische Verhältniß der einzelnen Stämme des Letzteren findet sich nur eine bestimmtere Andeutung (S. VIII.), gegen die immer mehr sich verbreitende Ansicht, daß der Semitism von Nordost nach Südwest seinen Weg genommen und sich entwickelt habe! — Es kann nicht fehlen, daß bei dieser eigenthümlichen, namentlich auf das koptische basirenden Konstruktion des semitischen Sprachgebäudes aus den Grundlehren sich eine Menge neuer Resultate für das Einzelne in den verschiedenen semitischen Dialekten ergeben; daher ist das angehängte, wenn auch unvollständige, „Verzeichniß einiges beiläufig Erklärten" denjenigen erwünscht, welche dieselben für specielle Studien benutzen möchten, und es aus der Masse nicht leicht herausfinden dürften. Beispiele anzuführen, ohne weitläufige Auseinandersetzung der zu Grunde liegenden allgemeinen Sprachanschauung, würde zu nichts führen y; doch bezeichne ich u. A. als neu und wichtig im Kreise des Hebräischen die Ansichten über das 3 epentet. und die Geschlechtsdifferenzirung gewisser Nominalformen, HIE). Möge eine baldige Fortsetzung uns Gelegenheit geben, das Ganze auch hier eingehender besprechen zu könnem: so wie ich nicht zweifle, daß heftiger Widerspruch von verschiedenen Seiten nicht lange ausbleiben wird, weswegen wir es für ersprießlich hielten auf das Studium des jedenfalls nicht unwichtigen Werkes selbst hinzuweisen. M. Steinschneider. jims p nma« p nnbtr onnnb *jnyn mnn» Salomonis ben Abrahami Parchon Aragonensis Lexicon Hebraicum. (Zum ersten Male nach einer Handschr. der kaiserl. Bibliothek zu Wien edirt u. mit Anmerk, versehen von S. G. Stern.) Preß bürg, 1844. Dieses für die Geschichte der hebräischen Sprachwissenschaft und ihre Entwickelung unter den Juden, so wie für Eregese und Lerikographie inter- 1) Ich erlaube mir aus meine weitläufige Besprechung (Oesterreichische Blätter für Literatur und Kunst" Nr. 36—38) hinzuweisen.

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