Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 9 (Dezember 1844)
- Date
- 1844-12-01
- Page
- Seite 343 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Bericht über Synagoge und Schule. 343 lichen Boden, der nur des verständigen Gärtnersmannes harret, um köstliche Frucht zu tragen. Dem redlichen Eifer des Schullehrers und Notars, Hrn. Mos. Wolf, dankt der Ort manche schöne Einrichtung, z. B. die Veredelung der Form beim Acte der Trauung. Der oben rühmlich erwähnte Lehrer zu Lomnitz, Mich. Wolf, Sohn der Vvrhergenannten, wird nun dem würdigen Vater zur Seite stehen und dem dasigen Jugendunterrichte einen noch regern Impuls zu geben sich bemühen. Aussee hat, im Einverständnisse mit seinem alten, aber doch der Forderung des Jahrhunderts sich wohl bewußten Rabbinen (Hr. L. Pollak) eine Art hebräische Lehranstalt errichtet, die früher von einem Hrn. Bruckmann, seit 1843 aber von Hrn. Herczka dirigirt, welcher letzterer seine pädagogischen Studien in Brünn absolvirt hat, und von dessen Kenntnissen und guten Willen man sich schöne Ergebnisse verspricht. Loschitz hat unter seinem jungen, gebildeten Rabb. Neuda eine schöne Predigt, Regelung des Cultus und des Leichenbegängnisses rc. erhalten. Der Jugendzustand ist, ohne Schuld von Seiten des Rabbinen, nicht ganz so, wie der Bildungsgrad der Gemeinde es erwarten ließe. Allgemeine theologische Bibliographie. Reise-eschreibirng. Notes from a private Journal of a visit to Egypt and Palestine by way of Italy and the Mediterranean. (Fortsetzung und Schluß). Montag den 3. Juni verließen sie Ein Luba und ritten durch eine entzückende von Kornfeldern und allen Arten von Obstbäumen umkränzte Gegend. Gleich des Morgens gingen sie über den höchsten Punkt des mit Wäldern bedeckten Berges Tabor, die die Lust durchwürzten und das Zeichen eines hohen Alterthums trugen. Dieser majestätischen Stelle folgten liebliche ländliche Gegenden, wo die Heerden aus der Hand' der Natur schienen genährt zu werden und der Allmächtige die Fülle des Segens ausgegossen zu haben, um die mindeste Anstrengung menschlichen Fleißes zu belohnen. — Mittags lagerte man sich bei einer Wasserquelle, genannt Ein Djalud, nahe bei einer kleinen Höhle in den Felsen des Berges Djaloot, des alten Gilead. Um halb fünf verließen sie diese an alten Erinnerungen so reiche Stelle) und die durch einen heißen Südwind entstandene Beschwerlichkeit wurde gelindert durch den angenehmen Eindruck, den die Blüthen der unzähligen Granaten-, Feigen- und Maulbeerbäume machten. Man lagerte sich hierauf bei einer Wasserquelle in Djenin. Den andern Morgen (4. Juni) ging die Reise anfangs durch eine reizende Gegend) doch wurde der Weg bald beschwerlich und abschüssig, und