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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-12-01 · 9 (Dezember 1844) · p. Seite 340

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
9 (Dezember 1844)
Date
1844-12-01
Page
Seite 340 (sequence 14)
Language
German
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340 Berichte über Synagoge und Schule. liegende Gemeinde Hotzenplotz gerechnet wird), welche Kreise zusammen an 32,000 Seelen, Ln 5400 systemisirte Familien und mehre überzählige Wirthschasten vertheilt, in sich fassen. Unter den 14 Gemeinden des Brünner-Kreises nennnen wir: Nikolsburg, über ein Neuntheil der mährischen Familien enthaltend» Das Rabbinat, mit dem Hintritte des letzten Ober-Landesrabbinen Herrn N. Trebitsch s. A. erledigt und provisorisch von einem recht umsichtigen Mitgliede des dortigen Bethdin (Herrn Hirsch Teltsch) verwaltet, wartet noch immer auf seine Wiederbesetzung, nachdem einige zu diesem Zwecke begonnene Schritte theils an sich, theils in den Erfolgen nicht glücklich waren; doch werden die Verhandlungen mit den ehrw. Theologen, deren im Maiberichte Erwähnung geschah, nicht ganz abgebrochen betrachtet. Die Vorsteher der größeren Gemeinden haben schon im März d. I., die der kleinern nachträglich, fast einhellig erklärt, daß sie erwähntem, nach Nikolsburg zu berufenden Rabbinen recht gerne die Leitung der Religionsangelegenheiten in der ganzen Provinz übergeben sehen würden, und ist namentlich auch von den, mehr der modernen Zeitrichtung huldigenden Gemeinden Proßnitz, Trebitsch, Rausnitz und Triesch eine solche Erklärung durch deren Vorsteher abgegeben worden. Die Lehranstalt der Gemeinde ist endlich nach mehrjährigen Kämpfen und Verhandlungen zur ordentlichen Normalhauptschule von drei Klassen hohen Orts erhoben worden, bewährt unter fleißigen Lehrern (besonders der H. H. Deutsch, Reiß und Markbreiter) ihre Nützlichkeit immer mehr, entbehrt aber noch eines kräftigen, imponirenden, das Ganze zur Einheit gestaltenden und erhaltenden Direktors. Sowohl diese Schule als das vortreffliche Handwerksinstitut, sind trotz ihrer Zugend wahrhafte Zierden des Ortes, und wird hoffentlich mit der Aufnahme eines Rabbinen auch in dieselben ein noch regeres Leben einkehren. Wie leicht könnte am hiesigen Orte, wo ein Gymnasium mit den hohem Humanitätsklassen, dann eine, mit seltenen physikalischen Apparaten versehene philosophische Schule bestehen; wo ferner israelitische Herzen schlagen, denen bei mäßigem Besitzstände das Opfer von Tausenden zu frommen und wissenschaftlichen Zwecken keine Ueberwindung kostet: wie leicht könnte da eine jüdisch-theologische Facultät für die österreichisch-deutschen Israeliten errichtet werden! Dotirung der Lehrer und Erhaltung der ärmern Hörer würden schwerlich, höchstens in. sehr mäßiger Repartition, dem Lande zur Last fallen, da die Milde unserer höchsten Stelle auch eine bedeutende Betheiligung von Seiten des, an 25,000 fl. C. M. starken jüd. Landesmassafondes dabei in Aussicht stellt Boskowitz besitzt in Herrn Abr. Placzek nicht nur einen der scharfsinnigsten Talmudisten, sondern auch einen klar denkenden und die Zeit kennenden Seelsorger, unter dessen Rabbinat die Gemeinde eine ziemlich gut organisirtk' Talmud-Tora-Anstalt und ein recht zweckmäßig instituirtes Betzimmer für die Jugend und deren Lehrer erhalten hat. Seine Deraschoth sind deutsch. Die deutsche Normalschule wird von Herrn Pollatschik gut verwaltet, und der vorläufige Dirigent der T. T. Anstalt, Hr. Schulz, hat ebenfalls bereits

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