Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 8 (November 1844)
- Date
- 1844-11-01
- Page
- Seite 321 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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Allgemeine theologische Bibliographie. 321 befürchte, daß M. nicht kommen werde, und wie seine Gegenwart eine gute Wirkung Hervorbringen müsse. Die Reisenden befanden sich nun in großer Rathlosigkeit; doch der Wunsch, jenen Gebeugten nach Kräften zu dienen so wie die Nähe der heiligen Stadt bestimmte sie weiter zu gehen. Des Nachmittags besuchten sie mehrere Vorsteher der Gemeinden und empfingen die Besuche der angesehensten Einwohner. Mehrere jüdische Frauen so wie arabische bemalen ihre Nägel mit Henna und die Augenlieder mit Kochel. Sie baten, daß man sie mit Mitteln zum Baue einer Synagoge unterstütze, welche auch den Frauen Gelegenheit verschaffe, ihre Andacht dem Höchsten auf gebührende Weise zu entrichten. Der Entschluß nach Jerusalem zu gehen wurde endlich trotz der Macht der ansteckenden Krankheit, dem Kriegslärm, den Gefahren durch die Drusen und den Mühseligkeiten eines heißen Sommers beschlossen und verließen unsere Reisenden Liberias am 2. Juni unter Begleitung vieler Einwohner so wie mehrerer Officiere des Gouverneurs. — Als sie bei einem Gerstenfelde vorüberritten, überreichte ein Schnitter eine Garbe des frischgeschnittnen Korns der Lady M., welche mit Dank diese morgenländische Ehrenbezeugung annahm. Die Nacht brachten sie in Ein Luba zu. (Fortsetzung folgt.) Necenlionen. Die Autonomie u. s. w. von Dr. S. Holdheim. Zweite Mittheilungen u. s. w. von-S. R. Hirsch. (Schluß.) Herr Holdheim gehet nun auf den Einfluß über, der dem Staate auf das jüd. Eherecht und die jüd. Ehegesetze zustehet und auf welchem Jrrthume die Schonung beruhet, die man bis jetzt von Seiten des Staates in dieser Hinsicht beobachtete. Wir treffen hier auf eine solche Confusion der Begriffe, daß es die Grenzen einer Recension weit überschreiten würde diesen verwickelten Knäuel zu entwirren. Im Allgemeinen bemerkt man auch hier ein redliches Streben, die Rabbinen als bornirt darzustellen und daß sie das eigentlich sittliche Prinzip der Ehe verkannt. Doch hat es der Vers, hier nicht mehr mit diesen allein zu thun; sein Angriff ist gegen die Schrift selbst gerichtet; auf den Rabbinen lastet ein Vorwurf mehr, daß sie nicht der Moral größeren Einfluß auf die fortschreitende Gesetzgebung gestatteten. (S. 259. Anmerk. 48.) Der Vers, führt hier nur die Gründe der „s. g. Ankläger der jüd. Ehe" an, die er keinesfalls zu entkräften sucht, deren Fehler er auch als eingeschlichene „Unrichtigkeit" liebreich verdeckt (S. 249), hingegen weiß er, unter lauter ftömmelnden „Leider" für Bibel und Talmud keine Rechtfertigung zu finden. Wir können das jüd. Eheprincip, dem es an Anfechtungen und Vertheidigern (in der neuesten Zeit Herr vr. Wessely Frankel, Zeitschrift. I. 24