Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 8 (November 1844)
- Date
- 1844-11-01
- Page
- Seite 318 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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318 Allgemeine theologische Bibliographie. Allgemeine theologische Bibliographie. Reifeveschreivung. Notes from a private Journal of a visit to Egypt and Palestin e by way of Italy and the Mediterrane an. (Fortsetzung.) So schieden sie unter allgemeinen Segnungen, und es war ihr Herz nicht minder mit Dankbarkeit gegen die Vorsehung erfüllt, die sie gnädig ausersehen hatte, manche Hilfe einen: leidenden und betrübten Volke zu bringen. — Sie erblickter: bald den schönen See von Tiberias, dessen einen Theil einige der Begleiter „Beer Mirjam" nannten. Zur Rechten öffnete sich ein köstliches Thal, welches sich bis zu dem schon im Talmud erwähnten bekannten Dorfe Akbara erstreckt. Nachdem sie einige Zeit auswärts gestiegen waren gingen sie in die Niederung herab und bemerkten zu ihrer Linken einen Felsen, genannt Akebi, in welchem große Höhlen, wohin die Einwohner Zafed's bei einem frühem Einfall der Drusen sich geflüchtet hatten. Der Felsen ist auch bekannt wegen seiner vielen Bienen; die Reisenden kosteten den Honig-, der herumfloß und die Lust mit Wohlgeruch erfüllte, und sie erinnerten sich dabei der Worte des Psalmisten: „Und mit Honig aus dem Felsen wollte ich dich sättigen!" — Sie zogen hierauf bei den Kreuzwegen vorüber, deren einer rechts nach Acre, der andere links nach Damascus. Mehrere Dörfer und Thäler, reich an Getreide und durchsäet mit Feigen, Oliven, Maulbeer- und Granatenbäumen entzückten das Auge. Mehrere Steine, die auf der Straße umherlagen und von den Maulthiertreibern zum Zeitvertreibe weithin geschleudert wurden, gaben den Schall einer feinen Glocke. Sie gingen über eine reiche Ebene, Meydal genannt, wo einige Engländer mit glücklichem Erfolge Indigo und Kaffee angepflanzt hatten: letzterer soll sogar dm von Mocca übertreffen. Die Reisenden begannen hier ein Gebet zu Gott um seinen Segen für sich und ihr Gefolge, als auf einmal der Schall der Darrabuka (einer Art Harfe) und der Samr (Flöte), unterbrochen von tausendfachem Freudengeschrei, ihr Ohr berührte. Dieses nun war die Bewillkommnung der ihnen entgegenströmenden Menge, worunter die Vorsteher der verschiedenen Gemeinden angemessene Reden hielten. Auch der Musselim mit seinem Gefolge war ihnen entgegengezogen, hieß sie in einer arabischen Anrede willkommen und stellte ihnen sein Haus, seine Pferde, Diener u. s. w. zur Verfügung. . Den folgenden Tag empfingen unsere Reisende die Besuche der Chachamim, die ihre ungemeine Freude über ihre Ankunft ausdrückten. Auch der Musselim, ein sehr stattlich aussehender Mann, und der Cadi besuchten sie, und bot ersterer alle seine Dienste an mit der Bemerkung, daß er auf den andern Tag ein Fest veranstaltet habe. M. besprach sich hierauf mit den Chachamim über das in Zafed angeregte Agriculturproject. Allgemeine Freude drückte sich bei Erwähnung eines Planes aus, der ihnen die Aussicht auf eine anständige Unabhängigkeit