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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-11-01 · 8 (November 1844) · p. Seite 308

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
8 (November 1844)
Date
1844-11-01
Page
Seite 308 (sequence 22)
Language
German
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308 Die Rabblncrversammlung zu Braunschweig. erwähnen, daß wir gern die trefflichere Gesinnung mancher Mitglieder der Versammlung anerkennen — überwiegend hervor; man schonte nicht was im Volke lebt, nahm nicht Rücksicht, daß geschadet werden kann; gerieth, weil man nur die Zeit und nicht den Glauben im Auge hatte, mit sich in Widerspruch, und erblickte die einzige Ausgabe der Versammlung im Aufheben. Man wollte in großen Massen hergeben; aber dieses war unstreitig nicht die Aufgabe der ersten Rabbinerversammlung. Wenn nun die Resultate uns tief betrüben, so haben wir eine tröstliche' Erfahrung bei dieser Gelegenheit gemacht. Es lebt in der Gesammcheit ein gesunder Sinn und ein tiefer Fond von Religiosität, so daß ein Theil der Klagen dieser Versammlung nicht begründet ist und sich auch nicht bewähren wird, wenn nicht die Rabbinen gewaltsam oder unbesonnen diesen Fond zerstören. Man vernimmt, daß allgemein diese Versammlung als eine verfehlte erklärt wird. Wir hören auf diese Zeichen der Zeit, noch stehet das Judenthum fest, und wir haben eine neue Versicherung, daß es auch über die Stürme der Gegenwart wegkommen; und wenn auch Manches abwerfend und Manches nachgebend es doch abermals wie aus vielen andern Kämpfen, von denen uns seine Geschichte erzählt, neu verjüngt und neu gestärkt wieder hervorgehen werde. ') F. Ueforinbestrebungen und Emancipation. (Fortsetzung.) Wir geben gern zu, daß in den Büchern Mosis die Unsterblichkeit der Seele nicht direct gelehrt wird, sind aber weit davon enffernt, dies ihnen zum Nachtheile anznrechnen, sondern halten es fiir einen großen Vorzug derselben, daß darin dem tiefer Stehenden, der sich zur Ausübung der Tugend um ihrer selbst willen noch nicht erhoben hat, der innere Zusammenhang der Tugend mit einem glücklichen Erdenleben dargestellt wird. Die Unsterblichkeitslehre als Wahrheit kann nicht schlechtweg gelehrt, sie muß selbstthätig entwickelt, und die 1) Um allen Mißverständnissen vorzubengen bemerken wir, daß mit Ausnahme der nichtchiffrirten „Tagesbegcbenheitcn" nur die mit F. Unterzeichneten Aufsätze ff. vom Herausgeber herrührcn.

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