Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 7 (Oktober 1844)
- Date
- 1844-10-01
- Page
- Seite 270 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2744856-2744857-2744866--0301-2745245- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
270 Allgemeine theologische Bibliographie. Sie wurden hierauf von diesem in sein Haus zu einem Frühstück eingeladen, und M. schrieb daselbst die ersten drei Worte in das Sefer (Thora), welches er unfertigen ließ. Die frmnme Vers, schließt: „Möge mein theurer M. sich viele Jahre an dessen.Anblick freuen;" und diesen Wunsch werden wohl viele Leser mit ihr theilen. (Fortsetzung folgt.) Wissenschaftliche Zeitschrift für jüdische Theologie. In Verbindung mit mehreren jüdischen Gelehrten herausgegeben von vr. A. Geiger, Rabbiner in Breslau. Grünberg und Leipzig, 1844. — Fünften Bandes drittes und viertes Heft. Diese beiden Hefte mit denen der fünfte Band beschlossen wird, sind fast ganz dem bibliographischen Interesse gewidmet. Das erste enthält 1) eine Recenfion, betitelt: „Zur Entwicklungsgeschichte der hebräischen Sprachkunde unter den arabischen Juden im zehnten, elften und zwölften Jahrhundert," umfassend fünf Schriften über Saadia (Haneberg, Carmoly, Munk, Sefat Jeter v. Bisselches und v. Lippmann) zwei über Moses b. Esra, (Luzatto, Dukes) drei über Jehuda Ha-Levi, (Betulat bat Jehuda, Kusari v. Brecher und von Jolowicz und Cassel) drei über Abraham Jbn-Esra (Sasa Berura, Jesod Mora; zweite Recension des Comment. zu Erodus,) zusammen also dreizehn Schriften. Jndeß ist das vorliegende Heft noch nicht bis zur Beurtheilung der ersten gekommen, da sich der erste Artikel nur mit einer Darstellung der religiösen und literarischen Zustände der Juden vom achten bis zehnten Jahrh. beschäftigt und dann auf Saadia selbst übergeht. Daß hier besonders der Bewegungen durch die Karäer gedacht wird, versteht sich von selbst. Man wird sich bei solchen Gelegenheiten erst recht bewußt, wie wenig man von den inneren Zuständen der K., von ihren Rechtsinstitutionen, von ihren Ritualien, ja sogar von ihrer Eregese weiß; zerstreute, nicht immer ganz zuverlässige Notizen, finden sich in den Schriften ihrer Gegner, wie denn auch hier mit vielem Fleiß Data aus Saadia und Jbn-Esra benutzt sind. Eine nähere Kenntnißnahme der größern kar. Werke selbst würde die Meinungen, die über sie verbreitet sind, mannigfach und wesentlich berichtigen, und eben deshalb sieht man mit großem Bedauern, daß selbst diejenigen, denen die Quellen zu Gebote stehen, sich mit einzelnen höchst fragmentarischen Nachrichten begnügen. — Hervorzuheben ist an dem uns vorliegenden Artikel die umfassende, gegliederte Darstellung des in Emunot ve Deot entwickelten Systems. Einen Anhang bildet eine Zusammenstellung der von Saadias aus dem Sprachschatz der Mischna, Gemara und Targumim zu erklärenden hebräischen Wörter, nach einer von Dernburg veranstalteten Abschrift; dasselbe, was Dukes schon in der Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes (V, 1. S. 115—138) aber aus einer schlechtem Quelle veröffentlicht hat. Der Raum gestattet nur einige gelegentliche Bemerkungen. Die Rechnung bei Jefet b. Ali (S. 271) nähert sich' der runden Zahl 1600 bei weitem mehr, wenn man vom assyrischen Eril, d. h. dem durch Salmanaffar an,