Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 7 (Oktober 1844)
- Date
- 1844-10-01
- Page
- Seite 268 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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268 Allgemeine theologische Bibliographie^ gegeben werden; denn nicht auf Chor und Orgel und erhebliche Auslassungen hätten die Verbesserungen Hinzuströmen, sondern nur auf Ruhe und würdige Haltung im Gotteshause und Beförderung der Andacht; auf eine sogenannte Kirchenzucht. Ist aber schon etwas zu diesem Zweck bei uns unternommen worden! Von dem Rabbinate ist nie eine derartige Verordnung ausgegangen, als hätte es noch nicht Gelegenheit gehabt die Nothwendigkeit einer solchen Verbesserung und wie seine Wirksamkeit auf diesem Gebiete vorzüglich hervortreten müsse, zu erkennen. Oder fehlt es ihm vielleicht an Übereinstimmung zu einem einheitlichen Beschlüsse? Von dem Rabbinat wurde also bis jetzt auf diesem Felde gar nichts gethan, noch gab er, so viel uns bekannt, die mindeste Anregung; der Vorstand hat (mit Recht) nicht die Initiative ergriffen;- und so ist hinstchtlich der Ordnung und Haltung jede Synagoge sich selbst, d. i. den Lärmenden und Schreienden und Plaudernden und Unjugtreibenden überlassen, und bildet sie in dieser Hinsicht eine echte Republik: in sonstigen Synagogenangelegenheiten üben die Synagogenvorsteher eine Autokratie aus. Wie weit die republikanische Willkür gehe, mußte R. selbst erfahren, der vor einiger Zeit in der von ihm besuchten Synagoge die jim VT* bei njnpn abschaffen wollte. Er scheiterte , an dem Widerstande eines als Talmudisten sich gebenden (bei uns kommt leider noch viel auf das sich Geben und sich Geltendmachen an), Mannes, der ihm erklärte: wir dulden keine Veränderung; und durch das laute Ausschreien der VT> lim seine Nichtduldung unmittelbar bethätigte. Und solcher ungezogenen Widersetzlichkeit werden unsere Rabbinatsverwalter sich bei jeder Gelegenheit zu gewärtigen haben und trifft sie in der That der so häufig gemachte Vorwurf der Unthätigkeit, so lange nicht vom Collegium die Beschlüsse ausgehen, so lange dieses nicht erkennt wo und wie es zu wirken habe und daß durch gelehrtes und fleißiges Talmudstudium allein unserer Zeit nicht Genüge geleistet werde, und die Forderungen und Bedürfnisse einer großen Gemeinde wie Prag noch auf etwas anderes als solche gelehrte Selbstbeschauung hinausgehen. Zu zweifeln übrigens ob der Vorstand die oben angedeutete Verbesserungen kräftigst unterstützen werde, hieße an ihm ein schreiendes Unrecht begehen, da in Fällen wo nicht die früher erwähnten leidigen Collisionen hervortreten, er willig jeder bessern Absicht entgegenkommt. (Fortsetzung folgt). Allgemeine theologische Bibliographie. Reise beschreivung. Notes kroll» a private Journal of a visit to Egypt and Palestine by way of Italy and the Mediterranean. (Fortsetzung.) Unsere Reisende» blieben bis den 28. Mai in Zafed. Ein Ausslug wurde nach Djermek den 23. gemacht, wohin M. und seine .Gattin als Geyatter