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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-09-01 · 6 (September 1844) · p. Seite 237

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
6 (September 1844)
Date
1844-09-01
Page
Seite 237 (sequence 31)
Language
German
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Allgemeine theologische Bibliographie. 237 Olivenpflanzungen bestehet, je nachdem Sie mit dem Gouverneur (Pascha) dieses Landes werden Übereinkommen können, und daß Sie es Jenen übergeben, die Neigung und Fähigkeit (es anzubauen) haben. Mit dem Landbau werden sie Viehzucht oder eine andere (derartige) Beschäftigung vereinigen, und so die Mittel zu ihrer Selbsterhaltung finden. — Für Diejenigen, die unsere heiligen Gesetze erlernt und sich noch in Zukunft dem Studium widmen wollen, wünschen wir, daß sie durch den gütigen Schutz und die Unterstützung unseres verehrten Wohlthäters (möge Ihr Leben stets der Gegenstand der besonderen Fürsorge des Allmächtigen sein) ferner in den Stand gesetzt werden ihren Studien obzuliegen, so daß durch das vorerwähnte Project weder die Verehrung unseres Gottes in irgend einer Weise abnehme, noch die Kenntniß des heiligen Gesetzes vermindert werde. So wird Sir Moses unsere wankenden Kniee — die Armen, die bei ihrem ungemeinen Elend in Gefahr sind zu Boden zu fallen — stärken. Eine solche That wird sicherlich von dem Allmächtigen als ein heiliges Verdienst angesehen werden und von ihm als ein Angedenken verbleiben, durch das das Horn Ihrer Ehre sich bis zur Ankunft unseres großen und wahrhaften Erlösers erheben wird. Gezeichnet: Abraham Dob, aus Awaritsch, Oberrabbiner. Chajim ben Phöbus Halevi. Joseph JezufHakohen. Dob Berisch aus Bad. Es folgt nun noch ein Schreiben der portugiesischen Gemeinde zu Zased, das ebenfalls diese Wünsche, daß dem Volke Gelegenheit zum Ackerbau u. s. w. gegeben werde, ausdrückt und von den Rabbinen Nachum Misrachi, Abraham Schoschana, Schmuel Abu unterschrieben ist. Andere Briefe, die wir weiter mittheilen werden, drücken noch lauter das Verlangen der palästinischen Juden aus, dem Landbau obliegen und sich von den Almosen ihrer abendländischen Brüder emancipiren zu können, und ist vor Allem bemerkenswerth ein zu diesem Endzwecke vortrefflich ausgearbeiteter Plan eines dortigen Rabbiners) doch kehren wir für jetzt wieder nach Zased zu dem Journal nach der oben (S. 166) angedeuteten Weise zurück. „Sonntag, 19. Mai. M. hat sich Gott sei Dank von seinem Uebel erholt) und so gingen wir in die portugiesische Synagoge, ein ehrwürdiges Gebäude, das seit den Erdbeben aufgeführt wurde. Es wird von Bogen gehalten, ist aber ohne alle Verzierung, und die hölzernen Gestelle und Bänke sind weder bemalt noch weiß angestrichen. Eine Anzahl Schwalbennester war am Fache zu sehen, und die Seele zu Betrachtungen geneigt mochte sich hier die Worte des Psalmisten zurückrufen: „der Sperling findet sein Haus, die Schwalbe ihr Nest, worin sie ihre Jungen legt — Deine Altäre Herr der Heerschaaren, mein König und mein Gott! — Nach beendigtem Frühstück gingen wir in die hinter unserer Wohnung gelegenen Olivenpflanzungen, gefolgt wie gewöhnlich von Khaffan und Saad- Eddin (den M. beigegebenen Janitscharen), mit ihren breiten mit Silberknöpfen beschlagenen Stöcken. Wir hatten unsere Teppiche ausgebreitet und saßen

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