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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-07-01 · 4 (Juli 1844) · p. Seite 166

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
4 (Juli 1844)
Date
1844-07-01
Page
Seite 166 (sequence 40)
Language
German
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166 Allgemeine theologische Bibliographie. treten aus dem Kreise der Privatverhältnisse und Privatcorrespondenzen heraus ) und wo sie zur Aufhellung der Wahrheit verhelfen, liefert jeder Edeldenkende sie freiwillig, und betrachtet er einen solchen Beitrag als heilige Pflichterfüllung. In welcher Absicht Montefiore im Jahre 1838 Europa abermals verließ, und wie er bei den damaligen Gräuelscenen zu Damaskus nach Alerandrien geeilt, ist bekannt und schweigt die bescheidene Verf. größtentheils hierüber. Montefiore ging hierauf nach Palästina, wo er den verlassenen und hilflosen Gemeinden als Schutzengel erschien und auf Mittel sann, ihr Elend zu mildern. Die Verf. bleibt nun größtentheils bei Palästina stehen und wir wollen ihr auf diesem Wege folgen, indem wir bei den Beziehungen auf die Umstände dieses Landes das Journal selbst sprechen lassen, an andern Stellen aber, so weit es die vorerwähnten Rücksichten gestatten, Auszüge geben. Am 17. Mai waren die Reisenden über Beirut und Sidon in Zafed (so wird es hier geschrieben) angelangt. M. war leidend, aber er wünschte die Feiertage des Wochenfestes in einer Stadt des heiligen Landes zu feiern, wenn er auch nicht mehr nach Jerusalem kommen konnte. Und so war die Caravane Freitag des Morgens zeitlich aufgebrochen, um vor dem Eingänge des Sabbats einzutreffen. In einer Ebene, genannt Rah Vady Gisch, lagerte man sich an einer Quelle frischen Wassers und nahm Erftischungen ein. Hier kamen ihnen zwei Männer aus Zafed mit Briefen von dem dortigen R. Abrah. Job entgegen, nebst Anderen, die sie in enthusiastischen Ausdrücken begrüßten und willkommen hießen. Auch ein arabischer Bote brachte Briefe aus Tiberias von dem dortigen R. Israel und anderen Männern, die die Reisenden zu sich einluden. Je mehr sie sich Zafed näherten, desto mehr ihnen Entgegenkommende mit den lautesten Freudenbezeugungen. Ueber den Aufenthalt zu Zafed, Sabbat 18. Mai, sagt das Journal: „Gott sei gedankt, mein theurer M. hat sich erholt, obschon er sich noch nicht hinlänglich hergestellt fühlt, um heute das Bett zu verlassen) er empfindet einen Schmerz in den Gliedern. wahrscheinlich eine Folge der Erkältung zu El-Baruk, wo er im Freien schlief." Unsre Wohnung, ein neues Gebäude, ist stattlicher als man von der Armuth der Eigenthümer erwarten könnte, deren Hilfsquellen erschöpft sind sowohl durch erhöhte Steuern, als durch das Erdbeben, wobei die meisten Häuser verschlungen wurden, mehrere Menschenleben verloren gingen und Vermögen von großem Werthe in den Ruinen begraben wurde. Im darauffolgenden Jahr richteten die Drusen mit unbarmherziger Raubgier Jene vollends zu Grunde, die einen Theil des Vermögens bei deren letzten Einfall gerettet hatten) und nicht zufrieden mit den Früchten ihrer Plünderung, mißhandelten sie die armen schutzlosen Einwohner in solchem Grade, daß mehrere für die Zeit ihres Lebens Krüppel blieben. Und sie ertragen diese Trübsale mit übermenschlicher Geduld, denn sie finden Trost in dem Gedanken, daß sie im heiliger: Lande sind und hoffen auf eine glücklichere Zu-

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