Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 4 (Juli 1844)
- Date
- 1844-07-01
- Page
- Seite 165 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Allgemeine theologische Bibliographie. 165 Allgemeine theologische Bibliographie. Reisebeschreibung. Biographie. Notes from a private Journal of a visit to Egypt and Palestine, by way of Italy and the Mediterranean. (Not published). London, 1844. Dieses Werk ist, wie der Titel besagt, nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt, und müssen wir daher zu unserm Bedauern von einer gmauern Jnhaltsanzeige zurückstehen. Es ist dieses Journal ein sprechender Beweis von der tiefen Gemüthsfülle der Verfasserin, (Lady Montefiore)) es spiegelt sich in ihm die tiefste Anhänglichkeit an Glauben und Glaubensbrüder ab, ilnd trägt es den Ausdruck der reinsten Begeisterung für das Land, in welchem die Patriarchen lebten, und Israels Propheten und gottbegabte Männer sprachen und lehrten, und das durch die heiligen sich daran knüpfenden Erinnerungen allen Zeiten ehrwürdig bleibt. Wir besitzen hier ein Werk, das in mancher Hinsicht Schubart's „Reise nach Palästina" an die Seite gestellt werden kann) es ist von der Hand einer echt jüdischen Frau geschrieben, die sich mit ihrem Gatten auf eine Reise begibt, auf der es an Beschwerlichkeiten und Gefahren nicht fehlt, deren vorherrschender Gedanke ist Hilfe zu bringen, mit eigenen Augen an den Orten des Elends zu wellen, und selbst der in Jerusalem zu damaliger Zeit ausbrechenden Pellzu trotzen, um mit ihrem Beistände zur Hand zu sein) die nebst der Eh^r. .cht vor der Stätte und dem Lande Gottes von der nicht minder großen Idee wahrer Menschenliebe geleitet wird. So verläßt sie den Sitz des Reichthums und der Ruhe und gehet hin über ferne Meere) und es ist ihr Stolz sich allenthalben als Jüdin zu bekennen, sie bezeichnet es als einen Freudentag, wenn sie den Tag des Ewigen, den Sabbath, in der Mitte ihrer Glaubensgenossen feiern und das Gotteshaus besuchen kann) ihr steter Begleiter in Beschwerlichkeiten ist ihr fester frommer Glaube und das Bewußtsein, in welcher Absicht sie sich auf diesen Weg begeben. Aber dabei vergißt sie den Beruf der Gattin nicht, und ist die zärtliche Sorgfalt für ihren Mann, ihre Unruhe, wenn er von den Mühen der Reise angegriffen scheint, der ängstliche Blick, mit dem sie auf alle feine Bewegungen merkt, die innigste Anhänglichkeit, wie sonst in Pallästen selten, und zu der sich eine tiefe Hochachtung für dm Gatten gesellt, eine der schönsten Seiten dieses Tagebuches oder besser des Herzens der Vers., da sie dieses Journal nur für sich verzeichnte. Es wird hier ein reiner Kranz der edelsten weiblichen Gefühle geboten) wir nehmen das vollendete Bild einer trefflichen Frau und Gattin wahr, das uns hier in den kleinsten Zügen freundlich entgegmstrahlt, und einen wunderlieblichen Eindruck auf den Leser macht. Wir verzichten sehr ungern auf eine Darlegung des Inhalts) doch hoffen wir Verzeihung von der edlen Verf., wenn wir das herausheben, was auf die Lage der Juden in Palästina vorzüglich Bezug hat und über ihre Bedürfnisse Licht verbreitet. Berichte dieser Art