Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 3 (Juni 1844)
- Date
- 1844-06-01
- Page
- Seite 127 (sequence 41)
- Language
- German
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Recenfionen. 127 haben die bewährtesten Eregeten und Grammatiker sich ausgesprochen, in neuerer Zeit haben Ewald, GeseMus u. A. hierüber abgehandelt. Th. macht (Vorwort S. XI.) auf feine grammatischen Bemerkungen über dieses an den gehörigen Stellen, aufmerksam) und was bemerkt er? Er erklärt dieses riK (bis auf II. 18, 29.) für eingeschoben, oder es sei aus wobei der lange Strich des verwischt wurde, entstanden. Sinnreiche Kombination! Und welcher glückliche Schlüssel zur Grammatik, welcher Fund an Regeln und Bereicherung der Sprache! — Wie es mit der Bibelkenntniß des Hrn. Th. aussehe, zeigt Folgendes: I. 12, 14. ... 2N"N1 'HUK verwirft er, „da 'S ‘IHK l"pn Jemanden folgen nicht hebräisch ist." Aber 1. Kön. 16, 21. heißt es ausdrücklich nV""l CDJJn ^8N ■022* — II. 2, 16 soll sein 2^8N und nicht wie der masor. T. denn 218 Felsen hat den Plural 21218- Aber Hr. Th. brauchte nur die Concordanz zu befragen, um zu wissen, daß an acht Stellen der Plural 2^218 sei, und nur ein einziges Mal (Job 28,10.) 212182 (und dort ist noch die Bedeutung zweifelhaft). Und mit solcher Leichtfertigkeit wagt man den masor. T. zu verdächtigen! — Ueber ]1J?2 wurde schon oben S. 47 gesprochen) I. 15, 32. wird für 21'22M vorgeschlagen E'jn}; obschon die Radir tpjn intransitiv ist irnd also keinen Nifal haben kann.— Und nun noch einige Proben der Sprachkunde. — 16, 18 soll nach 21231 sein 222 22321 (der Mann ist klug)!!! 22, 23 wird vorgeschlagen: l21p2 ''Wplh #p2K 2t£to *0 „denn welchen Ort ich für mich suchen werde, werde ich für Dich suchen. Ueber diese treffliche Diction enthalten wir uns jeder Bemerkung.— 31, 3. 2^11222 2182 ^22 haben die LXX. mißverstanden UNd Übersetzen xal izpaup.azt<T&7} elg zä u-o%6vdpia. (Sie nahmen in ihrer Unkenntniß 2^212 für Galle) vgl. auch den samarit. Pentateuch zu Levit. 1, 16. ir,£02 und die chald. samarit. Uebers. daselbst). Hr. Th. läßt sich von dem Alerandriner äffen, und will, daß es heiße : ^8 ^2.2 „er wurde verwundet in der Gallengegend!!!" — II. 4, 6. soll rbjDi :dii jtm djfii D'DN nwpvS' nnn r6i by ,11'p? rum •Id'—IJU mss „Und siche die Aufseherin über die Thüre des Hauses las eben) Weizen, und sie war eingenickt und schlief. Und Rehab und Baana sein Bruder (kamen) unbemerkt (in das Haus)." Ob ein Hebräer wohl einen Sinn in obigen Worten, und noch dazu den vom Verf. ihnen untergestellten (wie köstlich ist vorzüglich dieses 12^3 „unbemerkt hineinkommen") finden möchte! — 24, 14. soll ein Zusatz sein: 'yi 1Z11.1 nx in lb 1D21 D’JSn l'Lp „Und David wählte sich die Pest, und es waren die Tage der Weizenerndte." Ein Hebräer würde herauslesen, David wählte die Pest und die Tage der ff.; denn wer hebräisch verstehet und die Bibel nicht aus Uebersetzungen nur kennt, weiß, daß es heißen müßte 121 'Q' D’DVn. — ” Sehr ingeniös ist ferner wie der Verf. gewöhnlich die Jrrthämer unseres Tertes entdeckt. I. 25, 9. um ist entstanden aus Dpi (das nach Th.