Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-06-01 · 3 (Juni 1844) · p. Seite 128

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
3 (Juni 1844)
Date
1844-06-01
Page
Seite 128 (sequence 42)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2744856-2744857-2744862--0147-2745087
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

128 Recensionm. sein muß) „aus p hatte sich durch Verwischung des untern Sttiches 1^, aus v ein N- und von dem f. Worte ein 1 angebildet. — 14, 14. 'LN22 NNV nvrr NM. dieses muß sein nWN N1LY1 O'LN? (!!). und wird die Verschreibung Märt: „Die Entstehung NI28 aus N NIL ist klar (!)' NM bildete fich aus 21 Q, indem einige Flecke nach D ein jj darstellten, und 2 sehr verunstaltet war. — II. 4, 6. Aus iTV’pD hatte sich 1X2 (!!!), aus N'2N b$ wurde "pn IJ? (!!!), aus MN1- 1N2'1 (!Ü), aus : VvINN (!!!), aus 113^(23 gebildet. Wie sinnreich! und mit welcher diplomatischen Kunst (solche Entzifferungen kommen säst in jedem Verse wieder und bilden ein vorzügliches Moment dieses Kommentars) weiß der Vers, alte Urkunden zu enträthseln! Wir haben schon zu lange bei diesem durchaus verfehlten Werke verweilt. Auch galten nicht ihm diese Nachweise: jeder nur einigermaßen wissenschaftliche Leser muß beim Durchlesen zu diesem Ultheile gelangen. Aber es sei hier eine Warnung gegen die Nachbeterei, die ohne zu prüfen und zu forschen die Resultate blindlings aufnimmt und in „ wissenschaftlichen Literaturzeitungen" ste großsprecherisch aufwärmt und den recipirten T. verschreit; es werde das Bibelstudium nicht noch tiefer herabgewürdigt und einer zuletzt verdienten Verachtung preisgegeben; es möge endlich wer nicht dazu befähigt ist, von diesem Gebiete fern bleiben. Ref. hat hier seine Ueberzeugung ausgesprochen, unbekümmert ob man ihm nicht die Motive einer verletzten Eitelkeit, weil Th. anderer Anficht über die LXX. als er ist, unterlegen werde. Er darf es jedoch mit dem innigsten Bewußtsein der Wahrheit sagen, daß bei dieser ganzen Recension kein Gedanke von Selbstsucht und Gelehrtendünkel vorwaltete; hat er doch nur im Vorbeigehen bei einem einzigen Punkte die Polemik des Herrn Th. berührt! Aber er konnte es nicht über fich gewinnen seine tiefe Entrüstung zu unterdrücken über die Mißhandlung und Verstümmelung der Sprache und des Tertes, über die Leichtfertigkeit, mit der ohne alle Kenntniß abgeurtheilt wird, über den Mangel an Pietät, die man doch selbst gegen einen profanen Schriftsteller witbringt, über die unverzeihliche Oberflächlichkeit, mit der man fich die Arbeit erleichtert und fich weder an Regel noch an Sprache bindet. Dieses Gefühl über ein Verfahren, wie es die obigen Citate zeigen und wofür noch unzählige Belege angeführt werden können, muß von Jedem, dem es um die Wissenschaft und die Wahrheit ernst ist, so schätzenswerth ihm sonstdie Persönlichkeit des Verf. erscheinen mag, getheilt werden, und muß jede Recension aus Rücksichten nur um so verwerflicher erscheinen. Die gründliche Kenntniß wie ste in allen Zweigen der Philologie erheischt wird, mache sich auch in der biblischen Eregese geltend; an die Stelle der sinnreichen Spielereien trete ein würdiger Ernst: nur dann werden die Resultate sich der Wahrheit nähern. F.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.