Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 3 (Juni 1844)
- Date
- 1844-06-01
- Page
- Seite 124 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
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124 Rccenfionen. daß solche Redensarten nicht unter den aler. Juden (für die die Ueberseßung bestinunt war, Dgl. Vorstudien K. 1) gang und gäbe waren, und daß der Uebers. sich über diese Redeweise zu erheben wußte. Hat doch auch Theodotion für DJJSn n&tt rouro to aizag (vgl. Vorstudien S. 153)) und Theodotion, der Genes. 2, 23. mit tijfipa, wiedergibt, weil darauf nnj?b folgt, übersetzte doch Wohl nicht mit „diplomatischer Genauigkeit" und „religiöser Treue!" — Freilich stellt der Vertent der Bücher Samuels manches Wort ganz unübersetzt hin, wenn er es nämlich aus dem Zusammenhänge nicht «rrathen konnte, oder es ihm ein eigener Name schien. Hieraus auf die Genauigkeit des Uebers. zu schließen (wie Th. dasselbe thut), ist ungegründet; noch grundloser aber die Behauptung, daß der Uebersetzer „neben der Uebersetzung das hebr. Wort schrieb, weil er an der richtigen Auffassung zweifelte." Herr Th. möchte uns zwar gern zu Gunsten der „religiösen Treue" seines Uebers. diesen Glauben aufdringen; aber vielleicht ist diese neben dem hebr. Worte geschriebene Uebers. von einer spätern Hand? welchen Beweis hat Hr. Th., daß sie von dem eigentlichen Vertenten ausging? Und Hr. Th. hätte zu obigem Resultat gelangm müssen, wenn er nicht con amore mt die Unterwühlung des masor. Tertes gegangen und selbst die LXX. nur oberflächlich aufgefaßt hatte. Wir heben hier 1. S. K. 14. heraus. Dort ist V. 1, 6. 11, 15. IW (und V. 12. NI!WN) Maaaaß, also unübersetzt. V. 4. das. ist bizocrzaais und 13, 23 ££ bnoazdasio^ Kommt dieses vom Uebers. her? 13, 23. war er halbgelehrt (er las IW), 14, 1. diplomatisch genau und scrupulös, er übersetzt gar nicht und stellt das hebr. Wort hin; 14, 4. hat er moderne Zuversicht und übersetzt kühn. V. 6 u. f. fühlt er Gewissensbisse, nun spricht er sein peeeavi und läßt Alles unübersetzt! Muß man nicht vielmehr urtheilen, daß die übertragenen IW von einer spätern Hand herrühren? Und ebenso verhält es sich, wo je das hebr. Wort neben der Uebers. erscheint. Ueberhaupt muß auf den Grund der Nichtübersetzung eines hebr. Wortes noch tiefer eingegangen werden, und Hilst die Annahme, die LXX. haben die Bedeutung nicht gewußt, nicht allenthalben aus. Dieses erweist sich vorzüglich bei der griech. Uebers. der LXX. zu den Büch, der Könige. Dort sind zuweilen die bekanntesten Wörter unübertragen. So II. 8, 8. NMY pavad. IQ, 10. fcOÜDK d.<p<pui. 11, 12. ‘Ttfn ve£ip. 12, 10. NIMN d/ipa^scßc: und diese Wörter waren doch wohl dem Uebers. bekannt! Ref. hat hierüber eine Kombination, die ihm aus dem jüd. Volksleben in Alerandrien klar wurdehier sei nur soviel bemerkt: die Nichtübersetzung mancher Wörter deutet theils darauf hin, daß dem Vertenten ihre Bedeutung unbekannt war (doch half er sich mitunter durch Kombinationen aus dem Zusammenhänge aus), theils warm sie im gewöhnlichen Umgänge gebräuchlich, und ließ der nachlässigere Vertent sie unverändert stehen, da er auf das allgemeine Verständniß rechnen konnte. Dieses hängt aber mit der Ansicht des Ref. über die Entstehung der Septuaginta zusammen, die er in den Vorstudien ausgesprochen