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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-06-01 · 3 (Juni 1844) · p. Seite 122

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
3 (Juni 1844)
Date
1844-06-01
Page
Seite 122 (sequence 36)
Language
German
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122 Recensionen. häufig eingeschobenm Glosseme, Ergänzungen nach Parallelstellen und andere Verbesserungen einer spätem Hand so häufig irre, daß selbst bei der strengsten Forschung und der gründlichsten Kenntniß (und vielleicht gerade hierdurch) > man nur mit Mißtrauen auf die gewonnenen Resultate über den ihnen vorgelegenen Tert blicken kann. Daß diese Mängel auch bei der Übersetzung der Bücher Samuels hervortreten, wird der vorurteilsfreie Leser leicht erkennen, und führen wir hier nur einige Beispiele an. I. Sam. 3, 17. HD « ™ PWa ™ AaAy&kv t-pdg <re; hier ist offenbar daß der Uebers. den Activ des Tertes in Passiv umgewandelt, und es werden „Vorstudien" (S. 144) viele Beispiele dieser Art angeführt. Wer wird mit Th. (S. 264) darauf fallen, daß der hebr. Tert der LXX. "MNYN gehabt!!! und dieses dazu noch zweimal, da das in demselben V. folgende h'D'ß ebenfalls überseht ist ix 7taVZÜ)V ZWV kÖfOV ZU)V kakffteVZÜiV , also Dn^nH! — 24, 8. onrnn wah* NN yom xai Aauld tous ävdpaz aözou Uv koyoiq) hier gestehet Th. selbst ein, daß die LXX. wie unser T. gelesen : gaben sie also nicht dem Zusammenhänge nach? — 15, 23/NMN ]\t$\ NY DDp N ödovty xai Tzovooq üepayh indyoumv (sie lasen NO herunter)) hier ist offenbar nach Kombination. (Auch hier gestehet Th. sS. 62, 271], daß die LXX. wie unser T. gelesen, nur sollen sie N^ON gehabt haben). — 20, 12. m nipnx o binw ’nbx 'n in jnjini xai sinsv iw. 7tpbq A„ xöploq 6 $eog ’lcpaek oTdev, ozt ävaxptva) r. 7tazt p.) hier erkennt Th. selbst (S. 273) „vielleicht durch einen Abschreiber zur Erleichterung eingeschoben." Doch der unbefangene Leser nimmt wahr, daß der Uebers., so leicht er sich sonst seine Arbeit machte, dieses oTdev hinzugefügt, da sonst der ganze Satz mangelhaft und dem gr. Leser ganz unverständlich sein mußte. Daher füllt der Uebers. auch 12, 6 die Lücke aus, und gibt er pn« nai ntJ'D rin rwv “ibw 'n Dyn hx ^>rwrr? (welche durch ny des vorhergehenden V. ergänzt wird), xai ehre 2, x. z. k. pdpzos xopioq S Troikas x. z. k. Thenius, der es sich einmal vorgesetzt, einen neuen Tert zu formen, behauptet, die LXX. haben nach Oyr~| das Wort "U gelesenaber Alles zugegeben, vielleicht rührt auch dieses pdpzug von einem nehmen durch Metathese F|t£0 für PO), u. dgl. ur., wozu nach den dortigen Worten S. 288 die Jncorrectheit der aler. Codd. sie scheint veranlaßt zu haben, und nach S. 38: „Die Uebersetzer selbst, die nur mit geringem, unkritischem Wissen ausgerüstet waren, erleichternde Conjecturen gern ergriffen." Dieses ist die Absichtlichkeit, die Res. den LXX. zuschreibt; wie Hr. Th. ihn deshalb anklagen kann, und daß er den LXX. „Willkürlichkeiten" unterschiebe (vgl. die oben angeführte Anmerkung), ist eben so wenig abzusehen, als daß Th., dessen ganzes Werk sich auf „Verwischungen" und „Verwechselungen" und „Auslassungen gründet," die Benennung „Willkürlichkeiten" für die vom Ref. angegebene Ursache der Fehlgriffe der LXX. gebrauchen konnte.

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