Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 3 (Juni 1844)
- Date
- 1844-06-01
- Page
- Seite 109 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Die Epoche des Maecabäerkampfes und die heutige Zeit. 109 Diese Art der durch Beleuchtung sich ausdrückenden religiösen Feierlichkeit reicht noch zu einer frühem Zeit hinauf, und deutet sie hin auf ein hohes Symbol. Bekannt ist, daß das am Suecot begangene Fest der Freude des Wafferschöpfens *) ebenfalls durch eine imposante Illumination gefeiert wurde, und ist der Urspmng dieser Feier aus die am Suecot erfolgte Einweihung des ersten Tempels durch Salomon **) zurückzuversetzen. ***) Man erblickte nemlich in dem sinnlich wahrnehmbaren Lichte das Abbild des geistigen Lichtes, das in dem Tempel, dem Wohnsitze der Gottheit sich concentrirte-und von dort aus seine Strahlen weithin verbreitete. Und mit Recht wurde diese Feierlichkeit bei der Wiedereinweihung des durch die Griechen verunreinigten Tempels wiederholt. Der Glaube war unterdrückt worden, die Gottheit hatte sich abgewandt, das Volk war zum Theile durch die ansteckende Sinnlichkeit der eindringenden, entsittlichten Syrer verderbt: die Herstellung der Reinheit und Klarheit des Glaubens, die Wiedererlangung des von Neuem zum Centralpunkte der Religion sich gestaltenden Tempels, die im Judenthume fest begründete und nun wieder zur Herrschaft gelangende Sittlichkeit: welchen trefflichem Ausdruck gab es hierfür als Licht, welches schönere Symbol als allgemein verbreitete, fteudige Helle? f) „Lichtfest" gebräuchlich sein, und hielt sich Josephus, seiner Etymologie zu Liebe, an diese Benennung. D. Redakteur. *) rQNwn rva nrw, vgl. Succa f. SI. **) I. Kön. 8, 65. ***) Wir gedenken dieses an einer andern Stelle ausführlicher nachzuweisen, und beschränken uns hier auf die Bemerkung über Jes 30, 26. „Und das Licht der Sonne wird sein siebenfach, wie das Licht der sieben Tage." Schon Maimonides (More Neb. B. 2. C. 29.) erklärt, daß hier auf bekannte sieben Tage eingespielt wird, nämlich auf jene zur Zeit der Tempeleinweihung durch Salomon. Aber Maim. nimmt jenes Licht nicht als ein wirkliches, sondern erblickt hier nur ein Sinnbild der allgemein verbreiteten Freude zur Zeit der ersten Tempeleinweihung. Es läßt sich aber mit vieler Wahrscheinlichkeit annehmen, daß das Volk wirklich die Tempelweihe durch eine allgemeine Beleuchtung feierte, da dieses im Orient bei großen Volksfesten gebräuchlich war (vgl. Esther 8, 16.) Diese Beleuchtung wurde au den Festtagen des Suecot jährlich wiederholt durch die rQfcOtyn n’3 NNON- und ist diese Feierlichkeit bei der Wiedereinweihung des Tempels durch die Maccabäer gleichfalls Zeuge für den alten Gebrauch. i) Diese Beleuchtung war ein Annähern an die des Laubhüttensefles, und hierdurch mittelbar ein Zurückgehen auf die Tempeleinweihung durch Salomon. Ueberhaupt war man bestrebt, die durch die feindliche Occupation gestörte Feier des Laubhüttcnfestcs zu ersehen, und darum nahm das Volk Palmen und Weiden wie -am Suecot (vgl. II. Macc. 10, 6 — 7). Hierdurch wird auch Aufschluß über die dunkle Stelle, Sabbat f. 21. Ein Greis zu Sidou verminderte, der Schule -es