Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
- Volume
- 1 (1844)
- Issue
- 3 (Juni 1844)
- Date
- 1844-06-01
- Page
- Seite 106 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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106 Die Epoche des MaccabäerkampfeS und die heutige Zeit. den Werth des Judenthums zu erhöhen und ihn der oberflächlichen und wissenschaftlosen Negirung gegenüber zur Geltung zu bringen. Nur so entspricht sie der gerechten Forderung, die an einen Verein von den Glauben vertretenden Männern, seien es Geistliche oder Rabbinen, gemacht wird. F. - Die Epoche des MaceabäerKampkes und die heutige Zeit. Eine Parallele. *) In den theils dunkeln, theils widerwärtigen Begebenheiten der Zeit des zweiten Tempels ragt ein Moment hervor, das einen hohen Rang in der Weltgeschichte einnimmt, mit seinen Folgen bis in die späteste 'Zeit hineinreicht, und dessen Wirkungen sich bis auf die entferntesten Geschlechter erstrecken. Von dem Kampfe der Maccabäer erzählt jene Periode, von dem Heldengeschlechte, das getragen von der göttlichen Idee des Glaubens und der Glaubensfteiheit, dem hundertfach überlegenen Feinde entgegentrat; seiner Macht, seinen Schaaren, seinen Kriegswagen, seinen kampfgerüsteten Elephanten Trotz bot, und in hoher Begeisterung für Gott stritt, für Gott fiel, für und durch Gott siegte. Und sind auch die Früchte dieser Siege schon lange verwelk, die Nachkommenschaft jener gottbegeisterten Helden nach allen Himmelsgegenden zerstreut, und begleiten das einstige Volk Judäa's nur wehmüthige Erinnerungen an die früheren Tage auf seiner Wanderung, so ist jene Errungenschaft doch nicht minder eine göttliche, die ihren Einfluß in weiten Schwingungen auf alle Zeiten übt. Es ist der Sieg der erhabensten Idee, und diese kann nicht nach Zeit und Erfolg bemessen werden: es ist der Sieg des Glaubens; er wurde gerettet, für ihn wurde gekämpft und gesiegt; er wurde den Nachkommen weiter übergeben. Und will doch die Geschichte eigentlich nur von der hohm Kraft, mit welcher der Mensch dem Laufe der Zetten das Siegel seines himmlischen Ursprunges aufdrückt, erzählen; will die *) Wir kehren zwar nicht gern nochmals auf den in diesem Aussätze berührten Gegenstand, der in jedem Denkenden nur ein unangenehmes Gefühl Hervorbringen kann, zurück. Da jedoch mehrere hier gemachte Bemerkungen des berühmten Herrn Vers, trefflich find, und die Erklärung der Verse in Daniel ungemeines Licht über diese schwierige Stellen verbreitet, glaubten wir fie dem Publicum nicht vorenthaltcn zu dürfen. Der Redakteur.-