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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-05-01 · 2 (Mai 1844) · p. Seite 87

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
2 (Mai 1844)
Date
1844-05-01
Page
Seite 87 (sequence 41)
Language
German
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Rccmfionen. 87 schm sagt man '!2 '22K u. s. w. ‘tt bp geringer sein, wie trefflich — deutsch! — II.' Sam. 19, 44. 'OK 1N2 DJl gefällt dem Vers. -p-Q nicht; es muß also wie bei den LXX. sein: 1122 Olli, ich bin erstgeborener, mehr erstgeboren als du!!! — 24, 25 muß noch der Nachsatz kommen: Nin )t£p '2 H31P1K1? N2WN Sj> noW *)DTP D'Otfc'K^D und Salomo vergrößerte später den Mar, denn er war in den früheren (Tagen) klein." N21N8^Ü! (welches „zuletzt" heißt, und bei dem, wenn von Zeit, Ov ff. stehen muß, wo dann jnriKn), in den früheren Tagen!!! — Und auf derartigen Säulen beruhet das Gebäude! Man erstehet aus dem Bisherigen, daß der Vers, sich auf einem Standpunkte befandet, wohin der Bibelforscher ihm nicht zu folgen vermag. Wohl soll die Kritik von dem Gebiete der bibl. Eregese und der Phllologie nicht ausgeschlossen sein; aber es darf auch die gerechte Forderung nicht zurückgewiesen werden, daß vor Allem eine Basis gefunden, der vorhandene Sprachschatz benutzt, die Grammatik genau erforscht, Regel und Abweichung streng bestimmt, der Geist der Sprache erkannt und in seinen Tiefen eingedrungen werde; kurz daß man dem A. T. die Gerechtigkeit widerfahren lasse, die man gegen jeden profanen Schriftsteller übt. Wer würde wagen einen griechischen oder lateinischen Autor gegen die Regeln der Sprache zu commentiren, Lesearten herbeizubringen ohne um den Sprachgebrauch sich zu kümmern oder ihm gerade entgegengesetzt anzuempfehlen, neue Wörter und Biegungen ohne Rücksicht auf Regeln und Parallelstellen zu schaffen, Emendationen vorzuschlagen, ohne daß etwas hierzu drängt? Rur auf dem Gebiete der alttest. Eregese wird solches leichtfertige Spiel getrieben; hier gefällt man sich in einer bodenlosen Kritik, schreibt Jeder sich seine eigenen Gesetze vor, conjecturirt und emendirt und corrigirt nach Gutdünken: und greift man ihn an so gehört er zu einer Schule, wir verstehen nicht seinen Standpunkt. Nun wird es freilich leicht zuzusetzen und wegzunehmen und neue Resultate über hebr. Alterthümer, über Zeit der Abfassung u. s. w. zu gewinnen; der glänzende Einfall vertritt die Stelle der Gründlichkeit, und vermeint diese Kritik eine ungemeine Höhe erreicht zu haben, die doch zuletzt sich nur in Dunst und Nebel auflöst. Würde Herr Th. sich zu einer Schule bekennen, die es nicht verschmähet das Verständniß der h. S. aus der Schrift selbst und nicht aus Uebersetzungen zu erlernen, die erst die Regeln der Sprache sich gehörig aneignet und den Autor gründlich erforscht, die nicht über die schweren Stellen schnell wegeilt und durch Aufsuchen des Leichtern sich aller Mühe überhebt, die nicht von vorn herein auf Emendationen ausgehet, nicht fragt, ob man hier etwas verbessern kann, sondern ob man verbessern muß, dann würde er gerade in vielen Abweichungen, die (nach seiner Meinung, vgl. weiter) die LXX. haben, Säulen für den mas. Tert finden. Wir wollen dem Verf. in einigen von ihm beliebten Emendationen folgen. 4,13. ist dem Verf. “p'in T bv ein sonderbarer Ausdruck! und es wird daher „die Leseart der L.XX. erheischt: Aber wem ist nicht bekannt, daß NOW (Piel) „hoffen, harren" heißt, und nicht

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