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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-04-01 · 1 (April 1844) · p. Seite 41

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
1 (April 1844)
Date
1844-04-01
Page
Seite 41 (sequence 40)
Language
German
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Theologische Bibliographie. 41 fessor L. hingegen ihr abhold zu sein scheint. Scheint! denn L. meint nnbezweifelt nur, daß das heimliche Hereinbringen griechischer Philosophen^ zur Erklärung der h. Schrift, unheilig und unwürdig sei. Und hierfür legen die Bestrebungen dieser Art von Philo bis auf Maimonides, in dessen More Nebuchim, hinlängliche Beweise ab. — Der fünfte Aufsatz, von I. S. Reggio zu Görz (im Littorale), der schwächste des ganzen Heftes, bringt'eine sehr geschmacklose Erklärung zu Deuteron. 22, 9z ferner über den Erlaß von Schulden im siebenten (Erlaß) Jahre, schon lange von I. D. Michaelis mosaisches Recht, vorgebracht. Die neuen Gründe des Verfassers sind sehr schwache die Mischna Schebiit c. 10, 1. ist falsch aufgefaßt, wie man aus Mischna 2. das., (wenn Jemand eine Kuh am Beginne des (achten) Jahres schlachtet ff.) leicht erstehet; (zu vergleichen ist übrigens Naeeot f. 3). Endlich werden noch andere kritische Bemerkungen zum Propheten Zacharias und zum Talmud mitgetheilt, denen obschon sinnreich, Gründlichkeit abgeht. — Sechster Aufsatz, von vr. Zunz in Berlin. Nachtrag zu dessen Biographie des Asaria di Rosst im sechsten Hefte des Kerem Chemed. — Siebenter Aufsatz. Ueber Jesaias K. 58 und über den Inhalt anderer Prophezeiungen, von Vr. M. Sachs in Prag. Der Verfasser ist bestrebt nachzuweisen, daß die Propheten keineswegs den Ceremonialdienst ganz aufheben oder ihn völlig Herabdrücken wollten, (welches freilich der befremdendste Widerspruch im Mosesthum wäre und aus den Propheten selbst reichlich widerlegt wird); die Prophezeiungen seien je nach dem Zeitalter, dessen falsche Ansicht zu widerlegen das Ziel der jedesmaligen Propheten war, zu beurtheilen und mußte daher, wenn das Volk sich zum äußern Dienste hinneigte, dieser als unwesentlich im Vergleiche mit dem innern, dem Dienste des Herzens und der ihm entsprechenden edlen und redlichen That, geschildert werden. Die Meinung des Verfassers, daß Jesaias 58. an einem Jobel-Versöhnungstage gehalten worden sei, ist sehr ingeniös. — Achter und neunter Aufsatz. Replik Rappoports gegen einen polemischen Angriff Jost's in der (nun eingegangenen) Zeitschrift Zion. Diese beiden Aufsätze, die werthvollsten in dieser Sammlung, besprechen die Zeit der Antonine und des R. Jehuda Hannasi, und gehen auf den Aufstand der Juden unter Hadrian und die Zerstörung Bether's zurück. Dem Gedankenreichthum, den schlagenden Combinationen, den geistreichen auch für die Universalgeschichte interessanten Bemerkungen, (so z. B. über „Antiochus der Große," „Herodes der Große"; dieses bei diesen Männern sehr auffallende Prädicat wird glücklich aus dem Syrischen (und Aramäischen) erklärt, wo, wenn Großvater, (Vater) und Enkel gleichen Namen führen, man dem Namen des erstern das Wort Rabba, „groß", (ähnlich dem deutschen „Großvater") hinzufügt. Die griechischen und römischen Geschichtschreiber übersetzten wortgetreu in ihre Sprache, wo dann pLeydXos und magnus als ein Ausdruck der Größe genommen wurde), kommt die Würde und Ruhe, die ben zahlreichen beißenden Angriffen des Gegners entgegengesetzt wird, gleich. — Zehnter Aufsatz, von Lnzzato, über einige alte Manuskripte: ferner über den zweiten Theil des Jesaias, der für

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