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Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums · 1844-04-01 · 1 (April 1844) · p. Seite 40

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Journal
Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judenthums
Volume
1 (1844)
Issue
1 (April 1844)
Date
1844-04-01
Page
Seite 40 (sequence 39)
Language
German
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40 Allgemeine theologische Bibliographie.^) Mlterthumskunbe und Philologie. (Die mit einem Sternchen bezeichnten Werke sind in hebräischer Sprache verfaßt.) Siebentes Heft. Prag, Landau. 1843. Diese Zeitschrift, die seit 1833 erscheint, hat bei christlichen Gelehrten noch keine Beachtung gefunden, und ist auch vom jüdischen Publikum bis jetzt nicht gehörig gewürdigt worden. Und doch ist hier ungemein Wichtiges für jüdische Alterthumskunde und Kritik der Talmude und Midraschim niedergelegt, das zu Bausteinen eines wissenschaftlichen Studiums des Iudenthums dienen und eine tiefere kritische Auffassung vorbereiten wird. Wir beeilen uns eine Jnhaltsanzeige des genannten Heftes zu geben, zu welchem die gefeiertsten Namen Beiträge geliefert. Der erste Aufsatz mit * unterzeichnet, (Unterschrift des bekannten scharfsinnigen Kritikers Rappoport, Rabbiners zu Prag), enthalt Aufschlüsse über einige jüdische Gelehrte des I I—13. Jahrh. und sind vorzüglich die Bemerkungen über den Jalkut Schimeoni, über dessen Structur und wie Spätere ihn verstümmelten, die Nachweisungen, wie der Verfasser sammelte, endlich die Feststellung des Zeitalters des Verf., dessen Name R. Schimon Kara war und der von Raschi citirt wird, sehr belehrend. — Der zweite Aufsatz, von S. Luzzato, Professor am Collegium Nabbinicum zu Padua, bringt zehn aus einem Mauuscripte abgedruckte Responsen des R. I. Tarn (12. Jahrhundert), mit belehrenden Anmerkungen von Luzzato. Tam zeigt sich auch als fruchtbaren Paitan (Hymnendichter), und werden von ihm mehrere Hymnen witgetheilt. — Der dritte Aufsatz, ebenfalls von Luzzato, bringt Nachricht über mehrere alte unedirte Manuscripte, die L. erworben. Wir heben eine Stelle aus dem dort angeführten Testamente des R. Elieser Halevi, gestorben im Jahre 1358 zu Mainz, an seine Kinder: „Ihr Handel und Wandel soll redlich sein und rechtschaffen mit den Leuten, seien es Juden oder Nichtjuden." Welch ein Gegenbild zu den Gesinnungen, die die Christen jenes Jahrhunderts über Leben und Eigenthum des Juden hegten! — Der vierte Aufsatz, von Rappoport erklärt Manches den beiden vorhergehenden Aufsätze L., und bringt Nachbemerkungen über den Paitan Kalir. Rapp, hat hier eine kleine Polemik gegen L., der den Jbn Esra, wegen seiner Geheimnißthuerei und seiner versteckten, nicht ganz redlichen Absicht anklagt. Bemerkenöwerth ist, daß der ' Rabbiner R. für griechische Wissenschaft in die Schranke tritt, der Pro- 10 Die Anzeigen dieser Bibliographie rühren theils vom Redacteur, theils von anderen Mitarbeitern her. Hier wird nur ein kurzer Inhalt der neuesten Werke gegeben, um den Leser mit ihnen bekannt zu machen, und es werden manche in der Bibliographie angezeigten Werke noch ausführlicher in den Recensionen besprochen werden.

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