Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1937-12-15 · 24 (15.12.1937) · p. Seite 428

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
13 (Ausgabe B) (1937)
Issue
24 (15.12.1937)
Date
1937-12-15
Page
Seite 428 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/10638461-10638480-2728099--157-2744839
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

—- * t:* -^^^^^^^^^^^T^yf^^1^^^^ «lucuscnes ijememdeblattfür de$ Verband der Kultusgemeinden m Bayern .? * \;Nr. 24- Sehr geehrte, gnädige Fraul Der Einkauf von Körper-, GesundheHs- und Haushaltpfl©ge-Ar»ikeln:Wst( Verirauenssach'e. Sie wollen doch für Ihr gutes Geld .auch ,elwas Gutes erstehen I Beehren Sie midi mit ihrem Besuch und'ich will 5ie auf Grund langjähriger Erfahrungen bestens beraten. Sie finden bei mir alle Artikel, welche Sie in der Drogerie suchen-; u. a Puder, Haarwässer, Parfüms, auch in Geschenkpackungen. Und für Ihren eigenen Bedarf kaufen Sie natürlich offene Parfüms meiner Fabrikation, weil Sie hierbei" nicht jedesmal das Glas mitbezahlen müssen. Bei Bezugnahme auf diese Anzeige weiss ich Sie besonders zuvorkommend zu bedienen. Thorsch — Ihr Berater Drogerie und Parfümerie Thorsch, München, Müllerstraße 50, Telefon 28 0 66 Aus der Gemeinde München Chanukkah-Feiern Im Gottesdienst und im jüdischen Haus ist auch in diesem Jahr Chaniskkah in allen Formen mit Gebet, Gesang, Erinnerung' und mit heißen Wünschen ««feiert worden. Die Feiern außerhalb vom Synagoge und Haus waren so zahlreich, daß hier nicht im einzelnen über die Leistungen der Beteiligten, Sber all das Schöne. d!as man sah und hörte, berichtet werden kann. An die Spitze sind die Feiern der jüdischen Vo 1 k s - schule zu stellen. Schulleitung, Lehrer und Schülerwetteiiferten an Hingabe iür ein gutes Gelingen und zeigten in ihrem Zusammenwirken den vorzüglichen -unverdroßenen Geist unserer jüdischen Schule. In dem dreiaktrgen Spiel aus der Makkabäerzeit agierte eine bewegte Schar spielfreuidliger frischer Buben .und Mädchen. An dem großen Erfolg 'haben die Lehrkräfte als Spielleiter und Hersteller der gelungenen Bühnenbilder und Kostüme ihren besonderem Anteil. Das hebräische Stück nach Scholem-Alechem „Chanukkah-Geld" überraschte durch das ungezwungene Zusaanmenspiel sowie (durch die deutliche, schön gesprochene hebräische Sprache der jugendlichen Spieler. Die Tanz- und 'Gesangsleistungen! standen ebenfalls auf erfreulicher Höhe. Unter der Leitung von Hauptlehrer Kissinger sang der Chor das Preislied aus Judas Makkabäus von Händel, 'dien Psalm 121 in der Vertctong von E. Kirschner, Ner-Chanukkah von J. Engel, für dreistimmigen Chor bearbeitet von D. Davddowicz und ein zweistimmiges deutsches Messiaslied mit KflavnertoegJeitwrig von Julius Krämer. Ein Sprechchor von Knaben und Mädchen sagte das ergreifende Gedicht des Dichters Morris Rosenfeld über die Chanukkah-Lichter auf. Der Reigen 'der Mädchen und der Gesang der die einzelnen Handwerke •verfcörpernden Figuren vervollständigten den ausgezeichneten Eindruck, den die Schulfeier (sie mußte im überfüllten Saal des „Jtus" zweimal wiederholt werden) bei...allen Zuhörern machte. Auch die intime Feier der Hebräischen Sprachsc foule verlief durch eine Reihe, guter, besonders musikalischer 'Darbietungen sehr angeregt, unter Mitwirkung Jdför Herren Dr. Bettsack, Sarsky. Goldberg, Urwand, Salinger, Bilski. Die Feiern im Kinderheim an der Anitoniusstraße und in der Wir!schaftL Frauens chul.e im W o 1 f r a t s h a u s e n waren storaungsvtoiU und ergreifend. In WoKratshausen war das Programm besonders reichhaltig: Die herzliche und zu -Herzen gehende- Ansprache des Herrn Rabbiner Dr. Baerwald war. umrahmt von verschiedenen Darbietungen, ven denen die Kindersymphonie von .Haydn, Szenen aus Beer-Hofm^ms „Jungen David" und der gute Vortrag der Sonate Patetique durch eine Schülerin besonders hervorgeho^ ben sei -Lichtentzünden, Chöre und tänzerische Darbietungen vervollständigten das Programm: In allem offenbarte sich die ausgezeichnete Leistung-und ein die Anstalt beherrschender guter Geist. ' ' * Der Jüdische Turn- und Sportverein hatte für Sonntag, den 28.. November und für Mittwoch, -den 1. Dezember;~zueiner Chanufckah-Feier in die Türnhaille an der Plinganserstraße eingeladen. Die- Leitung der Gesamtveranstaltung lag in den Händen von Prof. Ludwig Frank, die musiikaiiscBe Leitung'besorgte Dr. Kurt Bettsack. Die Spielfolge begaan mit dem Andante aus dem Streichquartett in A-Dur von Mozart, das vori-den Henen Dr. I. Grünbäum .(I. Violine), Dr. Leopold Frei (II. Violine), Hermann Salinger (Viola) und Dr. Benno Flehinjger (Violoncello) gespielt wurde. -Dann.sang Eva Leonti Lefson, von Kurt Bettsack begleitet, das Halleluia von Mozart, Minhag ohadasch (Ein neuer Brauch) von Bialik in der. Vertonung von Engel und die Arie aus Tosca von Puccina. Daran schlössen sich die Ansprachen von Herrn Amanyi .und von Herrn Rabbiner Dr. Baerwald. Die Segenssprüche zum Entzünden der Lichter sang Kanton I. Hohenemser. Nach dem gemeinsamen Gesang von Moaus zur jeschuosi las Alfred Qbermayer die ErzäMung über „Die Menorah" von Theodor Herzl. Nach der ersten Pause fodgte der heitere Teil des Abends, der das Publikum in die vergnügteste: Stimmung.versetzte. Es muß gesagt werden, daß den Hauptantedl daran die vorzügliche, witzige und kluge Conference von Heini Berliner hatte. Aber auch alle sonstigen Mitwirkenden taten mit Hingebung. das Ihre. Nach einigen schönen Tänzen zeigten das Barrenturnen der Herren, Übungen der Varturnerinnen am Pfend sowie Bodenübungen und Keulenübungen der Damen unter der Leitung von Osikar Steiner und Rosa Berliner-Jordan den guten Stand der turnerischen Leistungen im „Jtus". Sonja Ziegler sang unter Begleitung von Kapellmeister Josef Ziegler mit echtem Stilgefühl jiddische Lieder, unid! Selma Burger und Erika Katzenstein tanzten, von Dr. Josef Waldner am Kflavder unterstützt, ein reizendes Menuett im Kostüm des Rofooko. Am Ende der Darbietungen stand die „Unmögliche Hausmusik" von Helmut Teichner und.Ruth Weinschel, eine musikalische Clownerie, voll von witzigen Einfällen und komischen Situationen, die jedem Kabarett Ehre gemacht hätte. Am Wieidierholungsabend zeigte Dr. Hans Katzenstein eine Reihe gut gelungener Zauberkunststücke. Der woMgelungene Abend, den der „Jtus" seinen Freunden bot, war gerade das, was die Menschen von heute sich 'Wünschen: Ernst mit leichter Heiterkeit vereint; so war«der Zauber des Vergessens für einige Stunden geschaffen. 70. Geburtstage Der in weiten Kreisen hochgeschätzte K auf mann-.-Mo-- riz Kräme r, Hermann-Schmid-Str. 7/III, feiert am 24. Dezember in geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag. ~ ■ Wir erfahren nachträglich daß Herr Josef Kolb. Gehe i m e r K a n z 1 e i s e k r e t ä r a. D., am 8. Notvemiber 1937 seinen 70. Geburtstag feierte. j^UrizbTAsc^^ Am 25. November traif hier "die Nachricht ein, daß der in weiten Kreisen der hiesigen Gemeinde in bester Erinnerung stehende Herr Urizbi Ascher im Alter von 62 Jahren in. Tel-Aviv verschieden ist. Der Heimgegangene war viele Jahre Vorstandsmitglied von Ohel Jakob, dessen Interesse, er zeitlebens mit hoher Begeisterung, und mit großer Geschicklichkeit gefördert hat. Darüber hinaus, war -er unterstützt yön .sei- .ner im Wohltätigikeitswesen rastlos arbeitenden Gattin in der ganzen Gemeinde auf dem Gebiete der Wohlfahrt tätig. Es war ihm leider kaum zwei Jahre vergönnt in. Erez Israel im- Kreise seiner Kinder zu leben. Seine vielen Freunde werden das Andenken' an diesen frommen Jehudi und liebenswürdigen /Menschen stets in Ehren halten. „ Neue Kompositionen zum Freitagabend-Gottesdienst Am Vorabend von Schabibos-Chanukkah^wurden in dler Hauiptsynaigoge zwei neue liturgische Kompositionen von Kapellmeister Josef Ziegler zum HascMciwenu und zum Weschön*- ru zu Gehör gebracht. Kantor J. Hohenemser brachte den Text tonschön zum Vortrag*. Er verhalf so zu seinem Teil der Komposition zu einer willigen Aufnahme. . - Staatszionistische Organisation Ortsgruppe München Reichenbachstraße 27/1 r. „jüdischer Krieg in Lehre und Geschichte" Über obiges Thema spricht im Rahmen eines Ortsgruppeh- Abenidls am Samstag, den 18. Dezember, abends 8.30 Uhr. Herr Dr. Julius Baer. München, im Bibliotheksäa) der. Gemeinde, JOSEFKOLM sämtliche Versicherungs»Zwelge V , MUnohen, Etvlrastr. 4 Tel. 63298 MAGISTER KIRSCH der gute Likör, Magister HOnchen VII Stadtflliale Hochbrückenstr. 14, Ecke Herrnstr.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.