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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1937-12-15 · 24 (15.12.1937) · p. Seite 429

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
13 (Ausgabe B) (1937)
Issue
24 (15.12.1937)
Date
1937-12-15
Page
Seite 429 (sequence 5)
Language
German
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„v Nr.- 2V4 ' - Jüdisches Gemein!deblatt-fÜ£ den Verband der;Kulti 'gemeinden in Bayern Herzog-Max-Str. 7/1. Wir machen unsere Mitglieder auf diesen Vortrag «anz besonders aanfimerksam und bitten um vollzähliges Erscheinen. Gäste sind herzlich" willkommen. Funktionärversammlung Der nemgegfuinidete Arbeitsausschuß war in Berlin ■zu einer Sitzung,zusammengetreten, midier der neue ehrenamtliche Geschäftsführer, Dr. Heinrich. Kuhn, über die Bildung des Ausschusses unict den. augenblicklichen Stand der Organisation berichtete. Es folgten soidann Berichte des Brith Haschomrim, der Frontsoldatengruppe, des Keren Hamenorah und der Zeitung. Der Ausschuß wird nunmehr eine Reichskonferenz vorbereiten und vorher den Ortsgruppen einen neuen Verfassungsentwurf vorlegen. Im Schlußwort betonte Kuhn, daß das Gebot der Stunde Disziplin sei. Nur dann sei ein reibungsloses Arbeiten bei der notwendig gewordenen Reorganisation der Verwaltung möglich. In der gleichen Sitzung bildete der Arbeitsausschuß ein aus den Herren Rechtsanwalt Meissner, Saloschin und Steinhardt bestehendes Ehrengericht. ' Jüdischer Frauenbund . Im Hausfrauennachmittag des Jüdischen Frauenbundes am 9. Dezember las Frau Lotte Levy-Baer, Wiesbaden, heitere Sachen in" Poesie und Prosa von Maja Kaleko, Mala Laser, Lessie Sachs-Wagner, Georg Hermann. Hans Berger und andere. Frau Levy-Baer verstand es, mit ihrer klangvollen Stimme in schlichter anspruchsloser Weise den feinen Humor und die oft allzu menschliche Menschlichkeit der Geschichten-und Gedichte ausgezeichnet zur Geltung zu bringen. Die außerordentlich zahlreiche Zuhörerschaft -dankte ihr mit herzlichem Beifall für diese fröhlich-beschwingte Stunde: Z i o n i s t i s di e Ortsgruppe M Ü II dl e 11 Sdilo»ser»rr. 2/1 Tel. 53 0 52 V . - Hebräische Sprachkurse München Am Samstag, 18. Dezember 19.30 Uhr. findet Herzog-Rudolf- Straße 1/1 der nächste ... .- \ . Chug-Iwri statt. Thema: nmmn nanpa ypipn n1?«» Die-Bodenfrage im Judenstaat .x; Ghanukkah-Abend;Im vollgefüllten 'Bibiiotheksaal fand am 4. Dezember der Ghänukkah-Abend der Sprachkurse statt. Neben den hebräischen Rezitationen und, Liedern wurden von den Zuhörern das „Allegrö" und die „Chassidischen Tänze" von Goldberg besondersbegrüßt. Das hebräische Kreuzworträtsel regte die Besücher zu eifriger Selbstarbeit an. Der ausgezeichnete Abend war für alle wieder ein stärker Ansporn zu hebräischer Arbeit. Aus der Gemeinde Augsburg - Jüd. Kulturbund, Ortsgruppe Augsburg Konzert Hermann Schey/Walter Teutsch am 4. Dezember 1937 in der Synagoge Der große Sänger Hermann S chey entzückte auch bei diesem zweiten Konzert durch die hohe Kultur und die seltene Klangfülle seiner Stimme. Das Programm — vom einfachen Lied bis zur großen Arie — bewies erneut die Vielseitigkeit des Künstlers. Er trug Alte Italienische Gesängevon Caldera und Carissimi, Lieder von Mendelssohn und Arien von Händel vor. Weiterhin vermittelte er die Bekanntschaft mit dem Schweizer Othmar Schoeck, dessen einfache, klare und den Zuhörern unmittelbar eingehende Liedkompositionen dem Sänger in eindrucksvollster Weise gelangen. Die sehr anspruchsvolle. Begleitung am Flügel lag bei dem jungen, vielversprechenden Dr. Walter Teutsch, Augsburg, in besten Händen. Technisch überlegen, mit besonderem, Klängjempfinden und stilistischer Einfühlungsgabe, wußte er den Liedern eine durchweg ausgezeichnete Umrahmung zu geben, r Weiterhin verriet Dr. Teutsch .in' Frescobaldis Präludium und Fuge g-moir eine staunenswerte Beherrschung dieses Instrumentes, wobei ypr allem sein ganz besonders ausgeprägter 42 fr Sinn für KlangfaiLs in der sehr Charakteristiken Registrierung^ überrasdhtei ~ Es war ein festlicher Abend: Aus bayerischen Gemeinden Aus der Gemeinde Bamberg Der J u g e n id bot die Gemeinide in dem jetzt zu Ende gehenden Trimester zwei Veranstaltungen. Gelegentlich des Gastspiels der Hamburger Kulturbundbühne zeigten einige Mitglieder derselben das lustige Handpuppenspiel „Was Kaspar in Afrika erlebte" uinid versahaffte dadurch der begeisterten und auch aktiv mitwirkenden Kiniderschar einen frohen Nachmittag und am 6. Dezember nachmittags 5 Uhr wurde durch eine von Frau Lotte Levy-iBaer-Wiesbaden mit viel Verständnis idnirch-. geführte Jugendstunde den Kleinen der Gemeinde noch macahträglich eine große Ghanukkahfreude bereitet. Der Kulturbund brachte aim 24. November einen ausnehmend lehrreichen und fesselnden Lichtbildervortrag von Dr. Max Osfoorn-BerMn: „Ein Spaziergang durch Rom mit besonderer Berücksichtigung der jüdischen Denkmäler." Am 7. Dezember hielt die Ortsgruppe des Hilfsvereins einen Vortrags- -und Werbeabend. Nach den Begrüßungsworten des Vertrauensmannes Sally Löbl sprachen das Vorstandsmitglied des Hilfsvereins, Dr. Arthur Prinz-Berlin und de: Leiter der Beratungsstelle für Nordbayern, Rechtsanwalt B. Slern II-Nün»- berg über „Ubersee-Wanderung". Der Vorsitzet.iie der Gemeinde. Rechtsanwalt Dr. Morgennofth, beleuchtete in seinem Schlußwort die engen Beziehungen, die heute zwischen Gemeinde oind Hilifsveretiin bestehen, und richtete an die Gemeindemitglieder die Bitte, im Hinblick auf die Wöchtigkeit des Wamderungspröblems die Aktion des Hiifsvereins kräit;^ zu unterstützen. Aus der Gemeinde Treuchtlingen Unsere Gemeinde hat am 2. November dieses Jahres t^ren schweren Verlust erlitten. Herr Siegfried Meyer, der seit dem Tode seines Vaters im . Jahr 1915 das Amt des zweiten Vorstandes mit seltener Gewissenhaftigkeit und Treue verwaltete,-ist leider nicht mehr. Sein Herz gehörte neben seiner Famlilie seiner Gemeinde. Was er an Armen und Bedrückten, an Kranken und an sedner Gemeinde getan, möge 'ihm der Allgütige in reichstem Maße lohnen! Die Lücke, die sein Hinscheiden in 'unsere Reihen gerissen, wird sich wohl nimmer schließen, sein Andenken aber wird in unserer Gemeinde iure verlöschen. Aus dem Reiche Warnung für Auswandernde Der Hilfsverein der Juden in Deutschland teilt mit: In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen Auswanderer nach verschiedenen Ländern, wde zum Beispiel Neu-Seeland, ausreisen, Teppiche* Möbelstoffe Gardinen Das leistungsfähige S'pezialkaus BLUMENFELD, Nürnberg, Adlerstraße 36 AUSW3nderer finden eine Auslese geschmadev. kombinierl.Wohpzfmm.,Sdilafz.,Kfldien,Bett-Cond>es, An- und Aufbau-Möbel, gediegen und preiswert im "■ . . ' - MÖBELHAUS EMIL EBEN Schwanttiaf erstr. 9, nächst Sonnensirafie

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