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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1937-10-15 · 20 (15.10.1937) · p. Seite 354

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
13 (Ausgabe B) (1937)
Issue
20 (15.10.1937)
Date
1937-10-15
Page
Seite 354 (sequence 4)
Language
German
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Im umgekehrten Verhältnis zu seiner tiefen Bescheidenheit 'stehen die hoben Leistungen und Verdienste dies Jubilars 'im 'gesamt-jüdischen Beizirk, in seiner Eigenschaft als Zionist. als Vorstandsmitglied der Kultusgemeiinde München, im Bayerischen Landesverband', im gemeindlichen, WohlMirtswesert, als erfolgreichster Werber des Keren: Hajessod. Auf all diesen Gebieten betätigt er sich seit langen Jahren m führender Stellung. Das entscheidende Merkmal bei all seinen Au^ sprachen in den verschiedenen Gremien, weichender angehört, ist. -daß hinter seinen .die Anderen anspornenden und aufrüttelnden Worten die e'igene "opferbereite und beüspiielihiafte Tat steht. Wohl ist es bei ihm sellbstverstälnldlich, daß er seine umfangreiche Tätigkeit nur ehrenamtlich ausübt: alber darüber hinaus setzt er seinen Beruf, in welchem er sich in der Geschäftswelt hoher Anerkennung erfreut, hinter die jülcMsche Leistung zurück: ein seltener Fall jüidfischen Gemems&ihns. Wie es ihm vergönnt ist, in blühender mit auch ans seiner Naturverbundenheit sich erklärenden Jugendifrische diesen Tag zu begehein, so möge der jüdischen Gemeinde München und allen von ihm betreuten Organisationen es beschieden sein, ihn noch viele Jahre in Volkraift und "in der ihm eigenen hellen Begeisterung in ijihrer Mitte führend1 wirken zu sehen. . Lehrhaus der Israelit. Kultusgemeinde München In der zweiten Hälfte Oktober nimmt das Lehrhaus seine Tätigkeit wieder auf. Bs wird auf «das in diesem Hefte veröffentlichte Verzeichnis der Kurse und Arbeitsgemeinschaften verwiesen. Diese behandeln in der Hauptsache wie seit Jahren die einem jüdischen Leihrhause angemessenen Stoffgebiete. In der von den Herren Dr. Cahnmann, Prof. Dr. Cohen, R.-A. Dr. Rud. Wassermann gemeinsam geleiteten Arbeitsgemeinschaift sollen folgende Themen behandelt werden, die im Hinblick auf die Lage der Juden in verschiedenen jüdischen Zentren als besonders aktuell bezeichnet werden dürden: Jüdische Wandert» ewegung im 19. Jahrh. —" Sozialgeschichte der Juden in Deutschland im 19. Jahrh. — Soziale Struktur des Ostjudentums — Schichtung des amerikanischen Judentums — Wirtschafte- und Soziaiprotoleme Palästinas. Bereits im vergangenen Jahr hat das Lehrhaus seine Tätigkeit auf Gegenstände ausgedehnt, die nicht eigentlich jüdisch sind, deren Behandlung aber einem praktischen Bedürfnis entgegenkommt, so 'die fremdsprachlichen Kurse. Die Bemühungen in dieser Richtung werden in diesem Jahr durch Einbeziehung von Handelskursen erweitert. Das Lehrhaus möchte weiterhin dazu beitragen', daß unseren Gemeindeangehörigen,- besonders den Jugendlichen, Quellen allgemeiner Bildung erschlossen, daß insbesondere Anregungen und Unterweisungen auf dem Gebiete der Kunst geboten werden, damit möglichst viel Menschen Kunstwerke auf sich wirken lassen und edle Genüsse sich verschaffen können. Sa wird Herr Kapellmeister Eiisner in seinen Einifuhrungsvorträgen die musikalischen Formen und ihre Entwickelung (Kah non und Fuge, Sonate und Symphonie, Suite und Variation, Arie und Lied) 'behandeln und die Kursteilnehmer auf die ' Konzerte des Kultuitiundes vorbereiten. Ähnlich . wind) Frl. Lene -S.tr aus « versuchen, das bei uns ja seit je vorhandene Interesse an der bildenden Kunst lebendig zu erhalten und zu vertiefen; die angekündigten Übungen sind so gedacht, daß^ in jeder Stunde am Hand .guten Albb-ildung'smaterdials irgend ein, möglichst in Ubereinstiiirrmiung mit den Kursteilnehmern gewähltes. Thema besprochen wird .und daß so Anzeigungen zum. Genuß von Kunstwerken,.zum Besuche von Sammlungen ul ä.' geboten werden. Gleich diesem Kurs wird auch der des Hrn. Rabb. Dr. Herbert F i n fc e 1 s c h e r e r durch Lichtbilder unterstützt werden; hier soll das jüdische Brauchtum besprochen und durch Vorweisung von. Ritualgegensränden verdeutlicht werden. ' Auf die Veranstaltungen, die bereits in unserer Gemeimdezeitumg angekündigt waren, wird infolge Platzmangels ledig- Inre Oeschäfta- und Vergnügungsfahrten nur mit Wagen vom mhi- AUTO-VERLEIH AN SELBSTFAHRER AMymnm,^ Alle Wagen voll versichert! Anqn^l Verkanfwv^rmittlnng von Kraftfahr »enge«: Verleih nur neuer Modelle

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