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Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg · 1937-09-01 · 17 (1.9.1937) · p. Seite 308

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Journal
Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern und die Kultusgemeinden München, Augsburg, Bamberg, Würzburg
Volume
13 (Ausgabe B) (1937)
Issue
17 (1.9.1937)
Date
1937-09-01
Page
Seite 308 (sequence 6)
Language
German
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308 Jüdisches Gemeindeblatt für den Verband der Kultusgemeinden in Bayern Nr. 17 Der Israel. Vereis zur Unlerstfllzono mit Brennmaterialien erwartet Gesuche um Belieferung (nur schriftlich durch die Post) bis 17. IX. spätestens H. Karl Loewenthal Schützenstraße 6 erbittet Spenden z. Erfüllung seiner Aufgabe (zusätzliche Belieferung von Kohlen und Holz an Bedürftige) auf das Postscheckkto. Fa. Ä. & L. Maier, München 5520 mit Bezeichnung „Kohlenspende". H 4H»S(HrHE für Damen: "Waschnappa» Leder, Schlüpfer in neuen Formen: 4.50, 4.95, 5.25 ucw. Reinseide Dam. Strümpfe, fehlerlos 1.95 für Herren: Echt Schwalnsleder.Schlüpfer, naturfarb. u. grau 7.50 RM. Echt Wildleder-Fahrhandschuhe 3.95. Herren. Sockan nur beste Markenqualitäten! JOSEF LO H R FQrftenfeW«*17, Tel. 11 3 58 Taf elgrerät und Schmuck Vornehme Geschenke M. T. Wetzlar, MÜnclieil Maximilianstraße 2 RADIO Die neuen Modelle sind eingetroffen. Verlangen Sie unverbindliche Vorführung. 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Aufgabe der Mandatarmacht müßte es sein, die Vorbedingungen für solche auf Grund „freier, offener Verhandlungen" zu schließende Abmachungen herzustellen. Unsere Aufgabe in Palästina: Frieden zu schaffen. Einleitend stellt Dr. Magnes fest, daß alle drei Faktoren in Palästina, Juden, Araber und Engländer, bei ihrer Aufgabe versagt hätten. Am schwersten könne man sich mit dem Versagen der Juden versöhnen. Unsere Aufgabe in Palästina sei und bleibe es, Frieden zu schaffen. Die uns nach dem Kriege von den Siegerstaaten übertragenen Rechte seien tausendmal weniger wichtig als die Zustimmung der Araber im Lande und der arabischen Völker, die unsere Nachbarn bleiben werden, auch wenn einst der britische Imperialismus nicht mehr bestehen sollte. Die Probe auf jeden Vorschlag, schreibt Dr. Magnes, müsse sein, ob sie dazu beitragen könne, frei und offen verhandelte Vereinbarungen zwischen Juden und Arabern herbeizuführen. Wenn die Kommission erkläre, daß unter dem gegenwärtigen System jede politische Vereinbarung zwischen Juden und Arabern unmöglich ist, und erst die Zukunft nach der Teilung des Landes möglich sein könnte, so antworte er darauf: Auch ich glaube, daß das jetzige System beseitigt werden muß. Es hat sich als unwirksam erwiesen. Aber ist Teilung die praktischste Alternative? Ich glaube es nicht, wenn ich auch zugebe, daß die Kommission viel zugunsten der Teilung vorgebracht hat. Ich glaube nicht, daß jetzt ein so drastischer Schritt mit all der leidenschaftlichen Unzufriedenheit, die er hervorrufen muß^ getan werden sollte, bevor nicht eine Politik, Bedingungen zu schaffen, die zu frei und offen verhandelten Vereinbarungen zwischen Juden und Arabern führen, ernsthaft und aufrichtig versucht worden ist. Man könnte mich fragen, fährt Dr. Magnes fort, ob es nicht gerade das ist, was versucht wurde und gescheitert ist. Keineswegs. Bisher gab es ein Regieren auf kurze Sicht. Es wurde einmal das "eine, das anderemal das andere Volk begünstigt oder bestraft. Eine bewußte, Tag für Tag geführte Politik mit dem großen grundsätzlichen Ziel im Auge: frei und offen verhandelte Vereinbarungen zwischen Juden und Arabern herbeizuführen, ist niemals auch nur formuliert, geschweige denn ausgearbeitet und durchgesetzt worden. Grundlagen eines neuen Mandats. Der Verfasser wendet sich gegen die Behauptung des High Commissioner bei der Bekanntgabe des Kommissionsberichtes, daß alles geschehen sei, um Zusammenarbeit zwischen Arabern und Juden zu ermöglichen. Vielleicht habe der High Commissioner persönlich gelegentlich seinen guten WSlllen gezeigt, aber eine für Verhandlungen günstige Atmosphäre sei nicht geschaffen worden. Viele Beamte hätten sogar nach dem Grundsatz des „divide et impera" jede Annäherung zwischen Juden und Arabern verhindert. Die Kommission scheine zu behaupten, daß die Mandatarmacht durch die Formulierung des Mandats verhindert wurde, Schritte *zu einer jüdisch-arabischen Einigung zu tun. Wenn dem so sei, dann sollte das Mandat geändert werden, je eher umso besser. Das neue Mandat, schreibt Dr. Magnes, sollte zwei grundsätzliche Punkte enthalten: 1. sowohl Juden als auch Araber sind in Palästina auf Grund von Recht und nicht durch Duldung; 2. der Hauptgrund für die Anwesenheit des Mandatars in Palästina ist die Aufgabe, Bedingungen zu schaffen, die für freie und offene Verhandlungen über Vereinbarungen zwischen Juden und Arabern günstig sind; diese Vereinbarungen sollen fortschreitend in dem Grundgesetz des Landes verankert werden. Auf einen solchen Vorschlag könnte die Kommission antworten, daß diese Politik ohne Teilung keinen Erfolg haben könnte. Meine Antwort ist eine doppelte: erstens ist diese Politik niemals versucht worden, und solange sie nicht ver-

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