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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1937-05-15 · 10 (15.5.1937) · p. Seite 202

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
13 (1937)
Issue
10 (15.5.1937)
Date
1937-05-15
Page
Seite 202 (sequence 2)
Language
German
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m Bayerisqhe. Israelitische Gemeindezeitung Nr. 10 Die Synagoge von Buffenheim o i - ^4Q—W ... WJ. ha J^ürnberg-Fürther. GemeaiMdle&Iatt vom 1. Joausär 1929 riäänte Ttewlor"Harbuiser unter den wenigen' Synagogen',, dfie in ihrer Urgestalt.'auif unsere Zeit herübergerettet worden seien, ajuefc .diejenige von Buttenheian und erwähnte ganz besonders die spielerische S'cMnheit des frühen Rokoko im Innern' dieses Bethauses. Heilte ist diese 1740 erbaute Synagoge verkauft; der letzte männliche jüdische Einwohner von Buttenheim setzte seine;.Untersdiirdft-unter die Verkaiuisurkunidte neben die der vertretungsberechtigen Vorstände der Nachbar gemeinde Hirsohiaid, mit der Buttenheim dnrch Beschluß dies Bezirksamtes Baoriber«: I vom 21. März 1892 vereinigt worden war. Zu Ende ist ein Kapitel . fränkischer Judenigesohdchte, über das uns Pfarrer Granidinger in seinem Buttenheimer Heimatbuch wertvollen Aufschluß gibt. ' 1525 im Bauernkrieg war das obere Schloß dler Reichsfreiherrn von Stiebar niedergebrannt. Nach dem 30jährigen Kriege, im Jahre 1667, siedelten sich im Hofe und in den Ruinen dieses Schlosses vier jüdische Familien mit 16 Seelen an und wurden von diesen adeligen Herren in Schutz genommen. Im Jahre 1740 war dfie Zahl der in Buttenheim und im benachbarten Gunzendorf wohnenden Juden aut 191 gestiegen und in diesem Jahre wurde neben dem oberen Schlosse die Synagoge erbaut. Ihreira Höhepunkt erreichte idlie Gemeinde Buttenheim im Jahre 1763 mit 200 Seelen in 44 Haushaltungen. Seit 1777 war Buttenheim Sitz des Unterraibiners Uri Feist, eines Sohnes des Samuel Feist aus Frensdorf. Uri Feist war von 1794 bis 1797 RaSbbinatsverweser, 1797 bis 1802 Laradesraibbiner von Bamberg. Die Juden von Buttenheim. Gunzendorf uinid Hiirschaid wurden 'bis 1819 auf dem Friedhof der Gemeinde Atdielsdorf in Zeckern begraben. 18*19 erwarben die Juden dieser drei Gemeinden einen Begräbniisipktz auf der Gratzau bei Seigendorf, der jetzt im. alleinigen Biigentum dler Gemeinide Hirschaid steht. In jder Zeit zwischen 18127 bis 1839 fand in Buttenheim eine starke Auswanideruhig jüdischer Gemeindemitglieüer nach Nordamerika statt und heute nach 100 Jahren hat ein auswandernder Buttenheimer Jude ein von seinen Ahnen stammendes Sefer. mit in seine neue Heimat nach Brooklyn) genommen, wo es in einem besonders feierlichen Akt unter großer Teilnahme der Gemeinde in die Synagoge verbracht worden ist. Die holzgeschnitzte Umrahmung des Aron hakodesch, die der Buttenheimer Synagoge ganz besonders ihren Charakter verlieh, hat im Vorraum der Bamberger Synagoge zur Erinnerung an idlie ehemalige Kultuisgemeinde Buttenheim Aufstellung gefunden. M. M. Aus der Gemeinde München Lehrhaus der Gemeinde Lichtbild vortrage am Montag, den 24. und 31. Mai . Am Montag, den 24. Mai, abends 8^* Uhr wird die Berliner Kunsthistorikerin Dr. Lotte Pulvermacher den angekündigten Vortrag „Das jüdische Antlitz in der bildenden Kunst" halten. ,Die Vortragende beabsichtigt an Hand einer größeren Anzahl von Lichtbildern zunächst „Biblische Gestalten", sodann eine Reihe berühmter jüdischer Persönlichkeiten bis zum 19. Jahrhundert und zuletzt Darstellungen jüdischer Menschen — bekannter und anonymer—von jüdischen Künstlern der Neuzeit zu behandeln. Der Vortrag findet im gemeindlichen Satzungssaal (Herzog-Max-Str.7/o) bei freiem Eintritt (beschränkte Platzzahl!) statt. Am Montag, den 31. Mai, ebenfalls abds. 8% Uhr im Sitzungssaal; wird Herr Professor L. Basnizki, Heidelberg, über Entstehung und Aufbau unseres jüdischen Kalenders mit Lichtbilderläuterungen sprechen. Eintritt frei! Dieses für das Verständnis der gesamten jüdischen Lebensordnung und der jüd. Geschichte wichtige Thema soll hier von einem bekannten Sachkenner einem weiteren Kreis näher gebracht werden. Mischna-Kurs von Herrn Rabbiner Wiesner Der angekündigte Mischna-Kurs, der wegen mehrwöchentlicher Abwesenheit des Vortragenden verschoben werden mußte, beginnt am Mittwoch, den 26. Mai, im Sitzungssaal, abends 8^> Uhr. Zutritt frei! Singkreis Der nächste Singkreis findet in den gemeindlichen Räumen (Herzog-Max-Str. 7) Sonntag, den 23. Mai, nachmittags 5 Uhr statt. Der Singkreis, den Herr Kantor Hohenemser führt, bezweckt die Erziehung der Jugend zu sangesfrohen und musikfreudigen, gemeinschaftlich denkenden Menschen. Der Singkreis ist auf Freiwilligkeit aufgebaut, er kennt nicht die Einteilung in Altersstufen oder in gute und schlechte Sänger. Jeder kann mitmachen! Die Singkreisjügend soll den Nachwuchs des gesanglichen und musikalischen Lebens bilden. Deshalb sendet die Kinder schon frühzeitig in die Singkreisjugend! Das nächste Programm bringt wieder ein hebräisches, ein deutsches und. ein liturgisches Lied. Bringt Musikinstrumente mit. Erwünscht ist besonders Violine. Notizbücher nicht vergessen! ' J. H. fflflg Zionistische Ortsgruppe MÜndien Schlo«entr.2/l Tel.53052 Der kommende Zionistenkongreß In der jüdischen Presse ist in diesen Tagen wiederholt auf die entscheidende Bedeutung des im August zusammentretenden Zionistenkongresses hingewiesen worden. In der jetzt beginnenden Schekelaktion werden alle Juden aufgerufen, ihre Stimme in die Wagschale zu legen, um dadurch dieser Vertretung des. jüdischen Volkes verstärkte Geltung zu verleihen. Der erste Teil der Schekelaktion in München, die Aktion unter den Mitgliedern der Zionistischen Organisationen, soll bis zum 18. Mai abgeschlossen sein. Wer noch nicht den Schekel für sich und seine Familie .gezahlt hat, möge dies sofort im Büro der ZOG. nachholen. Hebräische Sprachkurse München Das Schawuoth-Fest ist das Fest der Erinnerung an die Zeit, in der dem jüdischen Volke die Thora gegeben wurde. Zum wahren Verständnis der ewigen Werte unseres religiösen Schrifttums ist die Kenntnis seiner Sprache unentbehrlich. Jeder Jugendliche und Erwachsene sollte durch Teilnahme an einer der Klassen der hebräischen Sprachkurse München sich hebräische Kenntnisse erwerben und sie vertiefen. Nähere Auskunft beim Büro, Schlosserstr. 2, Tel.-Nr. 53 0 52. Die Stande der Entscheidung für die Zukunft der jüdischen Heimstätte in Palästina verlangt Zusammenfassung aller Kräfte. Stärkt die Kraft des jüdischen Volkes durch eure Stimme! Zahlt den Schekel — werbt für ihn!

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