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Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1937-03-15 · 6 (15.3.1937) · p. Seite 129

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Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
13 (1937)
Issue
6 (15.3.1937)
Date
1937-03-15
Page
Seite 129 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 6 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung 129 Hebräische Sprachkurse München Wir veröffentlichen in dieser Nummer den neuen Lehrplan der Hebräischen Sprachkurse München, der einige durch den Weggang vom Dr. Ehrenkranz bedingte Terminänderungen aufweist. Im übrigen werden alle Kurse in unveränderter Form fortgeführt und durch neue Kurse ergänzt. Der Eintritt in Kurse aller Kemntnisstufen ist jederzeit möglich. Besonders hingewiesen sei auf einen neu beginnenden Anfängerkurs für Frauen, der in Zusammenarbeit mit der Wizo soeben beginnt. * Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, Ortsgruppe München Am Montag, den 22. März 1937, findet abends 8 Uhr im der Gaststätte Schwarz, Schlosserstraße 2, ein Vortragsabend statt. Es spricht Kamerad RA. Albert Oppen he im er über „Jüdische W o h 1 f a h r t s p f 1 e ge und K r i e g s o p f e r". Zu diesem Vortrag sind außer den Kameraden auch die Hinterbliebenen gefallener Kameraden freundlichst eingeladen. Ortsgruppe München des Jüdischen Frauenbundes Da in den Tagen vor dem Fest .unsere Frauen besonders stark in Anspruch genommen sind, linden Bibelkurs und H a u s f r a u e n:na chmi 11 a g erst nach Pessach wieder statt. Näheres in der nächsten Nummer dieser Zeitung. 85. Geburtstag Frau Fanni Preßburger, München, Aventinstraße 1, konnte am 12. März in voller geistiger und körperlicher Frische ihren 85. Geburtstag begehen. Staatszionisiisdie Organisation Ortspruppe München Reichenbachstraße 27/1 r. Judennot in aller Welt — wo ist der Ausweg? In der Itushalle sprach am Samstag, den 6. März 1937, zu diesem Thema der Präsident der Staatszionistischen Organisation, Herr Direktor Georg Kareski. In eindringlichen Worten schilderte der Redner die verzweifelte Lage der Juden in Polen und wandte sich .mit scharfen Worten gegen die vielfach erhobene Kritik an den revisionistischen Bemühungen, so schnell als möglich eine breite Einwanderungsbasis für Palästina zu schaffen und die eigene Staatlichkeit im Sinne jüdischen Volkstums und jüdischer Tradition zu erreichen, mit der Sicherung durch den jüdischen Selbstschutz, durch die Jüdische Legion. Alle Versuche, Auswanderungsmöglichkeiten nach anderen Ländern zu erschließen, können) keine Lösung, sondern nur eine Verschleppung der großen Aufgabe für das jüdische Volk sein. Mit dem Hinweis auf die heldenhaften Leistungen des jüdischen Volkes in seiner jahrtausendealten Geschichte erinnerte Direktor Kareski an das Recht der Juden, gleich allen anderen Völkern in Ehre und Freiheit auf dieser Welt zu leben' und" appellierte an die lauen und untätigen Gemüter, mit Mut und Entschlossenheit für dieses Recht einzutreten. Nächste Abfahrten nach Palästina Die hiesige Vertretung der PALESTINE EXPRESS CO., Berlin, im Reisebüro Carl Bierschenk Nachf., Karlplatz 3, gibt folgende Abfahrten mach Palästina für dtie nächsten 4 Wochen ab Triest und Genua bekannt: ab Triest ab Genua Dampfer GALILEA 17. 3. — ESPERIA — 20. 3. GERUSALEMME 24. 3. — GALILEA 31. 3. — ESPERIA — 3. 4. GERUSALEMME 7.4. — GALILEA 14. 4. — ESPERIA — 17.4. Abfahrts-Änderungen vorbehalten. Aus bayerischen Gemeinden Aus der Gemeinde Bamberg Am 20. Februar abends und am 21. Februar nachmittags zeigten die Schüler und Schülerinnen des Privatinstitutes für gymnastische und tänzerische Körperbildung Annie Rau in der „Weißen Taube" Proben ihres großen Könnens. Es waren Höchstleistungen turnerischer, tänzerischer und gymnastischer Art, die durch vorbildliche Präzision und Disziplin stürmischen Beifall, nicht zuletzt für die ausgezeichnete, um die körperliche Ertüchtigung unserer Jugend sich besonders verdient machende Lehrerin, Frau Annie Rau, fanden. Der Reinerlös wurde in dankenswerter Weise der Jüdischen Winterhilfe zur Verfügung gestellt. Am 23. Februar, zur Purimizeit, veranstaltete der Kulturbund einen heiteren Abend. Max Ehrlich (Berlin) war gewonnen, der mit seinem sprühenden Humor und pointierten Witz das Publikum nicht aus dem Lachen kommen ließ. Ebenbürtige Partner waren ihm Cläre Arnstein, das originelle „Mädel mit der Harmonika", und Fritz Tachauer. Am 25. Februar nachmittags bereitete die Gemeinde der gesamten Söhuljungenid (80 Kindern) im großen Saale der „Weißen Taube" ein frohes Purimfest. dessen Leitung und Durchführung die Herren Lehrer Schapiro und Fränkel übernommen hatten. Ansprachen der genannten Herren und lustige Darbietungen der Kimlder verliehen der Bewirtung einen festlichen Rahmen. Am 17. Februar vormittags wurde den Schülern und Schülerinnen der jüdischen Volksschulsonderklasse eine bildende und anregende Vortragsstunde durch Herrn Alfred Auerbach, dramatischen Lehrer in Frankfurt a. M., geboten und ihnen dadurch große Freude bereitet. Zionistische Ortsgruppe Bamberg Am 11. Februar 1937 trafen sich die Mitglieder der Z.O.G. zur diesjährigen Generalversammlung. Dieselbe wurde eingeleitet durch die Übergabe von Bundeswimpeln an den Habonim noar Chialuzi. Als Vorstand wurden bestellt die Herren Julius Strauß, Fritz Stein, Kantor Schapiro und Herbert Eschwege. Am 27. Februar sprach im seiner bekannt packenden Art vor ca. 175 Gemeindemitgliedem Dr. Georg Josephthal (Berlin) über „Jüdischer Nationalismus und der Aufstieg von Erez Israel". Der Redner fand viel Beifall. Herr Strauß leitete den Abend durch Worte der Begrüßung ein, Herr Stein richtete in seinem Schlußwort einen zündenden Appell an unsere jüdische Gemeinschaft. Die neuen Stoffe für das Frühjahr sind eingetroffen Unser Lager bietet Ihnen in bekannter Auswahl - Qualität - Preiswü rdigkeit Neuheiten in Wolle - Seide - Kunstseide und in Baumwolle Alle bewährten und neuartigen Gewebe Alle modischen Farben und Effekte Muster nach auswärts Versand von RM. 20.- an franko SiichengiMCo. Manchen / Riller-von-Epp-Plalz 2f, I. u. II. Stock.

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