Mannheim
Compact Memory

Bayerische israelitische Gemeindezeitung · 1937-03-15 · 6 (15.3.1937) · p. Seite 130

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bayerische israelitische Gemeindezeitung
Volume
13 (1937)
Issue
6 (15.3.1937)
Date
1937-03-15
Page
Seite 130 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2727810-2728075-2728081--11099-2744505
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

130 Bayerische Israelitische Gemeindezeitung N*. 6 SCHUHHAUS M. FLEISCHMANN MÖNCHEN, THEATINERSTRASSE 17 Spezialität: EALLY-SCHUHE_ Gabriel-Riesser-Stiftung in Fürth i. B. Gesuche für die Gabriel-Riesser-StLftung in Fürth i. B. von Hochschul-Stndierenden oder Schülern sonstiger wissenschaftlicher und .akademischer Lehranstaltein/ sind bis lö. April des Jahres bei Herrn Rabbiner Dr. Behrens, Fürth i. B., Nürnberger- Straße 29, mit -den nötigen Zeugnissen und Nachweisen einzureichen. Aus der Gemeinde Arnberg Herr Bankier Karl Haymann und dessen Gattin Fanny, geb. Oppenheimer, begingen am Sabbat Ki sissoh unter allgemeiner Beteiligung ihr goldenes Ehejubiläum. Die äußerst beliebte Familie, die durch große Wohltätigkeit sich hervorgetan hat, unterstützt nach alter Tradition — die Eltern des Jubilars konnten an demselben Tage vor 30 Jahren das gleiche Fest feiern — sowohl materiell wie ideell — die Jubilarin ist seit langen Jahren Vorsitzende des Frauenvereins — die Gemeindeinstitutionen. Herr Oberlehrer Godlewsky rühmte in zu Herzen gehenden Wörtern die vielen Verdienste des Jubelpaares unter dem Trauhimmel. Der Vorstand. Herr Landgerichtsrat a. D. Bacharach, übermittelte die Glückwünsche und den Dank der Gemeinde und! für Herrn Haymann die Ehrenmitgliedschaft derselben. Ad meo weesrim schonoh! Unsere kulturellen Veransaltungen standen in der vergangenen Wintersaison auf einer besonderen Höhe. Abgesehen von den künstlerischen Leistungen von Frau Edith Herrenstadt-Oettingen, von Frl. Hilde Marx, der Sängerin Frau Irma Held-Landecker (Nürnberg) und deren Begleiterin Frl. Levi hielten wir besondere Weihestunden, in denen auch diie Kiemen sich zeigen konnten. Kürzlich wurde die 500. Wiederkehr des Geburtsjahres Don Isaak Abravanels gefeiert, wobei Herr Oberlehrer Godlewsky den Festvortrag hielt. Herr Godlewsiky und unser Vorstand, Herr Landgerichtsrat a. D; Bacharach, trugen zum Gelingen dieser Veranstaltungen durch Wort und Tat bei. Auch unser Jugendbundtfübrer Rolf Bacharach sei hier durch seine verständnisvolle Tätigkeit rühmend erwähnt. Sämtliche Veranstaltungen erfreuten sich von hiesigen und auswärtigen Mitgliedern, besonders von Schwandorf, regsten und freundlichsten Zuspruches. Eschau (Ufr.). Nach 53jähriger segensreicher Tätigkeit verließ Herr Lehrer Lehmann die hiesige Gemeinde, um nach dem heiligen Lande überzusiedeln. Mit. unermüidlichem Eifer und beispiellosem Pflichtbewußtsein übte er seinen Beruf aus. Kein Weg war ihm zu weit und keine Strapaze zu groß, um seinen Dienstobliegenheiten in den Filialgemeinden nachzukommen Generationen hat er im Geiste des traditionellen Judentums erzogen. Jederzeit naihm er an Leid und Freud der Gemeindemitglieder innigen Anteil. Durch sein liebenswürdiges Wesen und seine stete Hilfsbereitschaft erwarb er sich die Sympathie weitester Kreise. Am letzten Schabbos seines Hierseins fand ein feierlicher Abschiedsgottesdienst statt. Möge Herrn Lehrer Lehmann im heiligen Lande ein angenehmer und schöner Lebensabend beschieden sein. Kleinsteinach (Ufr.). Am 37. Februar beging Herr Meier Walter seinen 70. Geburtstag. Schon mehr als 20 Jahre ist er Vorstand des hiesigen Begräbnisvereins und über. 30 Jahre setzt er sich als Mitglied der Chewra Kadischa für sie in uneigennütziger Weise ein. An den hohen Feiertagen ist er als Bal-tefillo in idealer Weise tätig. Möge es Herrn Walter vergönnt sein, noch lange Jahre an der Seite seiner Gattin und im Kreise seiner Kinder in Glück und Gesundheit zu veirbringeim Lendershausen (Ufr.). Am 23. Januar beging Frau Vandewart ihren 80. Geburtstag. Bayreuth. Am 23. Februar hielt Herr. Rabbiner Dr. Eschelbaoher (Düsseldorf) einen sehr fesselnden Vortrag über „D i e Landschaft in Palästdna". Gesänge des gemeindlichen, unter der Leitung von Frau Edith Wilmersdörffer stehenden Chores zu Beginn und am .Schlüsse verschämten den Abend. Aus der Pfalz Die Pfalz gedenkt des 70. Geburtstages von Dr. Alfred Neumeyer Die gegenseitige Verbundenheit der Verbände Bayerischer Israelitisoher Gemeinden und! der pfälzischen Gemeinden kommt in dem nachstehenden uns zugegangenen Geburtstagsgruß zum Ausdruck. Die Wünsche der Pfalz für den Präsidenten! des Verbandes hinken dem Jubeltag selbst etwas nach, da sich OstLGR. Dr. Neumeyer die Feier seines 70. Geburtstages aus-, drücklich verbeten hat: „Trotz der Schwere der Zeit wollen wir doch eine Stunde der Besinnung, des wägenden Rückbilcks und der daraus sich ergebenden Dankbarkeit und Verehrung dem Manne weihen, der seither der erprobte Leiter unld Wegweiser des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden und der jüdischen Gemeinde München gewesen. Eine eingehende Aussprache zwischen dem Jubilar und Kommerzienrat Joseph am 20. April 1900 in Nürnberg führte zu einer Verbindung zwischen dem damals gegründeten Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden und1 dem Rfializverband, die als in jeder Hinsicht glücklich und' harmonisch bezeichnet wenden darf. Nichts hat in den vielen Jahren diese Verbindung getrübt. Der Verband der israelitischen Gemeinden der Pfalz war von jenem Tage ab zugehörig und doch selbständig, dem Bayerischen Verbände in Anhänglichkeit und Treue zugetan und diese unlösbare Verbundenheit hat in erster Linie dem Jubilar gegolten. In schönstem Einvernehmen haben die beiden Verbände zusammengearbeitet. Der Bayerische Verband war immer eine sichere Stütze, ein verlässiger Berater dem Pfälzer Verband. Dafür sei Dr. Neumeyer der herzlichste und wärmste Dank gesagt, — insbesondere in einer Zeit, die so gebieterisch den Zusammenschluß aller Richtungen, aller Schichten, aller Organisationen des Judentums fordert.-Niemand kann, aus eigener Anschauung uinid Erfährung, wärmer und aufrichtiger die hohen Verdienste des Jubilars um das Judentum in Stadt und Land wündligen als es unser Pfalzverband vermag. Er weiß, welcher Sympathien', welcher Zuneigung Dr. Neumeyer weit über die bayerischen Grenzen hinaus sich zu erfreuen hat. Möge Dr. Neumeyer mit seinem freundlichen, gewinnendein Wesen ein behaglicher und glücklicher Lebensalbend besch'ieden sein. Gewiß — er wird nicht ruhen und rasten wollen im Dienste unserer Glaubensgemeinschaft, die 'diese Dienste heute nötiger bedarf als je zuvor! Der Jubilar hat gebeten, von seinem Geburtstage kefirne Notiz zu nehmen, aber die Freundisohaft, die uns mit dem Jubilar verbindet, hat uns über seine Bitte hinausgehoben. Möge 'diese Freundschaft wachsen wie der Abendschatten „bis die Sonne unseres Lebens sinkt". Landau, den 26. Februar 1937. Verband der Israeli tischen Kultus gemein den d e r P f a 1 z.- Ludwjgshafen a. Rh. Der vor einigen Wochen erfolgte Heimgang idles Obermedizinalrats J. D r e y f u ß, der in einigen pfälzischen Städten, zuletzt in L u d w i g s h a i e n a. Rh., als Bezirksarzt tätig war und die kurze Zeit seines Ruhestandes mit seiner Gattin in Mainz verbrachte, hat in der pfälzischen Judenheit eine sehr schmerzliche Lücke gerissen. Viele Jahre der zionistischen Bewegung nahestehend,, hat er immer dem Gesamtjudentum seine Kraft und seine Arbeit zur Verfügung gestellt. Ich möchte besonders auf seine Mitarbeit im Vorstände des Israelitaschen Altersheimsin Neustadt*, d. Hdt. hinweisen. Die Inisassen des Heims betreute er als Arzt in einer 'besonders liebevollen Weise. Bei den Sitzungen im Altersheim fehlte er roie und man hörte immer gerne seinen Rat. Ein tiefempfindendes Gemüt und, ein scharfer Verstand waren bei ihm wunderbar vereinigt. Vom Kein Gemeindemitglied ohne die blaue Karte für Hilfe und Aufbau

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.